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National

Eindeutig uneinig

Autor: Zienau Veröffentlicht: 16. Februar 2015
Quelle: imago

Im Berliner Innenausschuss trafen am Montag Vertreter von Fußballfans und Polizei aufeinander. Die Fans kritisierten die harten und unfairen Aktionen der Beamten, die ihr Vorgehen jedoch verteidigten.

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Wie der Berliner Kurier berichtet, kritisierten die Fans besonders die sogenannte „Datei Sportgewalt Berlin“, die auch Zeugen und Unbeteiligte ohne deren Kenntnis erfassen würde. Zudem würden die Beamten durch ihr martialisches Auftreten einschüchtern und provozieren.

Der Leiter der Polizeidirektion 2, Hans-Ulrich Hauck, ließ das nicht auf seinen Leuten sitzen und berichtete illustrierend von einem Fall, in dem 50 Anhänger der Hertha aus Berlin eine Gruppe Menschen mit Migrationshintergrund verprügelten und rechte Parolen gerufen hätten.

In der von den Fans kritisierten Datei befinden sich 1612 Personen, die als Hooligans klassifiziert sind. Die meisten sollen zu Hertha BSC Berlin gehören. Seit Jahren steigt die Anzahl der Personen die in die Datei eingetragen werden. Ob das allerdings wirklich an der Fanszene liegt, die gewalttätiger wird, oder doch an der Polizei, der die Fans vorwarfen, in ihrer Sammelwut jeglichen Rahmen zu sprengen, bleibt zu diskutieren.