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National

„Ein weiterer Schritt in Richtung Hexenkessel“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 08. Oktober 2014

Auf Einladung der „Abteilung Fanbelange“ trafen sich gestern Schalke-Fans in der Veltins-Arena zu einer Diskussionsrunde mit dem Titel „Verbesserung der Atmosphäre im Stadion“. Neben etwa 40 interessierten Anhängern, dem Fanbeauftragten des Vereins und den beiden Vorsängern der Ultras Gelsenkirchen nahm auch Sportvorstand Horst Heldt an dem Treffen teil. 

Dieser erläuterte den Anwesenden angesichts der aktuellen Entwicklungen auf Schalke zunächst die Beweggründe für den Trainerwechsel von Jens Keller zu Roberto Di Matteo, bevor es um die eigentliche Thematik, die Stimmung im Stadion, ging. Unter anderem wurde die Preispolitik des Vereins kritisiert: Eine Teilnehmerin führte an, dass die hohen Eintrittspreise ein „Eventpublikum“ in die Arena locke, das eine „Rundumversorgung“ erwarte, anstatt selbst aktiv zu werden.

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Als großen Erfolg werteten hingegen alle Beteiligten die Kampagne „Du gewinnst nie allein“, die die Fanszene in Zusammenarbeit mit dem Verein in der Sommerpause ausgearbeitet hat. Seit dem ersten Saisonspiel in Hannover erfolgt vor jeder Partie eine Begrüßung der Kurve durch die Mannschaft, bei der sich die Spieler geschlossen vor den Fans präsentieren.

Aber auch Möglichkeiten, wie die Stimmung in der Arena weiter verbessert werden kann, wurden erörtert. So appellierten die Vorsänger an alle Fans, nicht nur die Ultras für die Stimmung verantwortlich zu machen, sondern sich aktiv am Support zu beteiligen. Auch die Textsicherheit bei einzelnen Liedern, eine bessere Einbindung der anderen Tribünen in Choreos, sowie Gesänge als auch die Anschaffung einer neue Mikrofon-Anlage für die Vorsänger wurden diskutiert. Laut Horst Heldt, sei der Verein bereit beim letzten Punkt finanzielle Unterstützung zu leisten.

In Zukunft sollen derartige Treffen in halbwegs regelmäßigen Abständen stattfinden und allen interessierten Schalkerinnen und Schalkern offen stehen. Die Bloggerin Susanne Blondundblau, die ausführlich von dem Treffen berichtet, resümiert: „Nach ziemlich genau zwei Stunden gingen die Teilnehmer mit einem guten Gefühl nach Hause, einen weiteren Schritt in Richtung „Hexenkessel“ gemacht zu haben. Es wäre sehr schön, wenn sich viele Schalker von dieser Aufbruchsstimmung anstecken lassen und mitmachen!“

fn