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National

Ein ernst gemeintes Angebot?

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 09. Dezember 2014
Quelle: imago

Informationen des NDR zufolge äußerte sich Hannover 96 Präsident Martin Kind via Medien zum aktuellen Stimmungsboykott der Ultras und schlug den Fans vor, einen Schlichter zu benennen. Das von ihm gestellte Angebot lehnt die aktive Fanszene der Roten allerdings ab, weil der Clubchef nicht persönlich an die Fans herangetreten sei.

Erst kürzlich appellierte der Fandachverband aus Hannover „Rote Kurve“ an den Präsidenten Martin Kind, auf die Fanszene zuzugehen und sich bei ihr zu entschuldigen. „Der Präsident hat mit uns noch nicht gesprochen. Ein über die Medien veröffentlichtes Statement von Martin Kind ist kein offizielles Angebot an unsere Seite, sich wieder an einen Tisch zu setzen, und die strittigen Fragen im Verhältnis zwischen Vereinsführung und aktiver Fan-Szene zu erörtern. Daher stelle sich die Frage nach der Nennung eines Schlichters momentan nicht“, sagte ein Sprecher der „Roten Kurve“ gegenüber NDR.de

Um den Konflikt aus der Welt zu Räumen schlug Martin Kind die Idee eines Schlichters vor, der zwischen beiden Parteien vermitteln soll. „Die Fans könnten einen Mediator vorschlagen. Der Schlichter solle nur „seriös und fußballaffin“ sein.“ Kind selber dachte an ehemalige 96-Profis wie zum Beispiel Carsten Linke. Noch vor der Saison hieß es von Kind: „Man brauche Ultras nicht“. Der Boykott der aktiven Fanszene und die damit verbundene Stille der Heimfans im Stadion stimmten den Clubchef wohl nachdenklich. Und auch die Spieler von Hannover 96 äußerten sich kürzlich zu dem Boykott der Ultras. „Wer nicht merkt, dass die Stimmung darunter leidet, seit die Ultras weg sind, der ist nicht ehrlich“, sagte Lars Stindl, Kapitän der 96er.

Bisher sind beide Parteien noch nicht zusammen gekommen. Sollten die Angebote ernst gemeint seien, sollten diese nicht über die Presse kommen, erklärte ein Sprecher der „Roten Kurve“. Sollten Präsident und aktive Fanszene sich jedoch irgendwann einigen und die Ultras die erste Mannschaft von Hannover 96 wieder unterstützen, stellt sich allerdings die Frage nach dem Standort. Die Karten für den Fanblock N16/N17 der Ultras Hannover, gab der Verein vor der Saison an andere Stadionbesucher weiter.

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rs