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National

Ein einseitiges Risiko

Autor: Zienau Veröffentlicht: 02. Februar 2015
Eintracht Braunschweig, Fan, Hannover 96 Quelle: imago

Die Fans von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig mögen sich nicht. Ganz im Gegenteil. In der Vergangenheit kam es häufig zu Ausschreitungen. Daher gilt jedes Aufeinandertreffen der Vereine als Risikospiel. Doch diesmal ist es etwas anders…

Am 8. Februar treffen die Zweiten Mannschaften von Hannover und Braunschweig aufeinander. Das Spiel gilt als Risikospiel. Das Kuriose: Bislang findet das Spiel ohne Gästefans statt. Das Interesse an Karten ist aus Braunschweiger Sicht gleich Null. Keine einzige Karte wurde bisher an die Eintrachtfans verkauft. Es könnte daran liegen, dass am selben Tag die Erste Mannschaft der Eintracht gegen den 1. FC Kaiserslautern antritt.

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Bei  Hannover 96 sieht die Lage anders aus: Seit eines Streits zwischen Verein und Ultras, unterstützen diese nur noch die U23 des Vereins. 700 Tickets haben sich die Ultras für die Partie gegen Braunschweig bereits gesichert.

Doch das könnte es auch schon gewesen sein. Obwohl Braunschweiger Anhänger offenbar kein Interesse an der Partie zeigen, möchte die Polizei die Bezeichnung Risikospiel nicht widerrufen. Partien von 96 und Eintracht – egal in welcher Liga – seien immer von besonderer Brisanz und deshalb „generell Risikospiele“, erklärt Polizeisprecher Holger Hilgenberg gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen.

https://www.youtube.com/watch?v=RCvaWSQokbQ

Die Vorsicht ist im Grunde angemessen. In der Vergangenheit war es öfter zu Zusammenstößen der Anhänger gekommen. Doch ohne konkurrierenden Fanblock wird es schwerlich zu Ausschreitungen kommen.

mz