Anzeige

National

Ein Club-Fan erhält Stadionverbot wegen einer Verwechslung

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 12. Dezember 2017
Quelle: imago

Die Rot-Schwarze Hilfe berichtet von einem kuriosen Fall: Ein Fan wurde mit einem Ermittlungsverfahren und Stadionverbot belegt, weil er sich laut Polizei vermummt haben soll. Als Beweis legten die Behörden Bilder des Fans vor. Jedoch zeigte keines der Bilder den Beschuldigten bei der Tat, außerdem war auf den Bildern ein weiterer Fan mit dem gleichem Pullover zu sehen.

Anzeige

Nachdem der Beschuldigte die Behörden auf diese Tatsache hingewiesen hatte, wollte die Staatsanwaltschaft das Verfahren zunächst gegen Zahlung einer Geldauflage einzustellen. Der beschuldigte Fan widersprach jedoch, da er seine Unschuld bewiesen haben wollte.

Daraufhin stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen geringer Schuld ein, was zu zwei Problemen für den Fan führte. Zum einen werden, im Vergleich mit einem Freispruch, seine Anwaltskosten nicht übernommen und zum anderen wird auch das Stadionverbot nicht automatisch aufgehoben, sondern bedarf noch einer weiteren Prüfung.

Dieser Fall zeigt wieder einmal die Willkür der Staatsmacht. Fußballfans erhalten auf der Grundlage von fadenscheinigen Begründungen Stadionverbote, die bei Einspruch durch einen Anwalt mit genauso fadenscheinigen Gründen eingestellt werden.