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Dynamo legt Berufung gegen DFB-Urteil ein

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 10. November 2016
Quelle: imago

Vor allem wegen der Vorfälle beim Pokalspiel gegen RB Leipzig verurteilte das Sportgericht des DFB die SG Dynamo Dresden zu einer Geldstrafe in Höhe von 60.000 Euro sowie einem Zuschauerteilausschluss. Der Verein empfindet die Strafe jedoch als „unverhältnismäßig“ und wird fristgerecht Berufung einreichen. 

„Der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz sprach in seiner Begründung im Hinblick auf das Verhalten von Teilen der Anhänger von einer ungünstigen Prognose für unseren Verein. Diese Einschätzung teilen wir nicht, weil sie die professionelle, nachhaltige, anhaltende und erfolgreiche Arbeit in den Bereichen Fanarbeit, Sicherheit und Prävention, die uns auch von DFB-Verantwortlichen regelmäßig bestätigt wird, unberücksichtigt lässt. Vielmehr sind das Urteil und seine Begründung aus unserer Sicht eine Kapitulation vor bestehenden Problemen, die wir so nicht hinnehmen wollen“, erklärte Dynamos Präsident Andreas Ritter auf der Vereinshomepage.

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„Wir sind fest davon überzeugt, dass das Urteil des DFB-Sportgerichtes nicht verhältnismäßig ist, und deshalb auch im Hinblick auf die Zukunft keine präventive Wirkung entfalten kann. Wir beobachten, wie das Bestreben, Solidarisierungseffekte in der Fanszene aufzubrechen, durch solche Urteile konterkariert wird. Herr Lorenz hat in seiner Urteilsbegründung ein absolut gewaltfreies Risikospiel gegen Leipzig bestätigt, dieser wichtige Fakt hatte aber offenbar keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Strafmaßes. Das ist für uns absolut inakzeptabel. Unserem Verein würde bei dieser Strafe ein finanzieller Schaden in sechststelliger Höhe entstehen. Das unverhältnismäßig hohe Strafmaß wirft uns in der Arbeit, die Dynamo Dresden seit Jahren leistet, zurück. Deshalb werden wir Berufung gegen das Urteil einlegen“, erklärte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born.

Am Montag hatte das DFB-Sportgericht Dynamo Dresden wegen sechs Fällen von unsportlichem Verhalten seiner Fans zu einer Geldstrafe sowie zur Schließung des kompletten K-Blocks verurteilt. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Vorkommnisse beim Pokalspiel gegen RB Leipzig, bei dem SGD-Fans unter anderem Spruchbänder mit teils beleidigendem Inhalt präsentierten sowie einen abgeschlagenen Bullenkopf in den Innenraum geworfen hatten.

Nach dem Einspruch der SGD wird es nun vor dem DFB-Bundesgericht zu einem Berufungsverfahren kommen.

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