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National

Dynamo-Initiative kritisiert Spruchband

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 01. Februar 2017
Quelle: imago

Beim Auswärtsspiel in Nürnberg präsentierten Fans von Dynamo Dresden im Gästeblock ein Spruchband mit der Aufschrift „Im Frankenland der größte Fidschi ist die Banda di Amici“ in Richtung der gleichnamigen Ultragruppe des FCN. Die Aktion ruft nun Kritik aus den eigenen Reihen hervor.

„Wenn massenhaft Heim- und Gästefans sowie neutrale Beobachter in gleicher Weise auf ein Spruchband reagieren, war es entweder richtig gut, vielleicht sogar lustig oder einfach nur ein so tiefer Griff ins Klo, dass es nicht nur der Duft von Scheiße ist, der die Nase berührt“, schreibt die Initiative „1953 international“ auf ihrer Homepage. „Wir meinen, unsere Fanszene ist dann doch ein bissl gewitzter und hat eigentlich viel mehr drauf! Für rassistische Hirnireime ist da kein Platz!“, kritisieren die Dynamo-Fans der antirassistischen Initiative. Vor allem in der ehemaligen DDR wurde der Begriff „Fidschi“ als Schimpfwort für asiatisch aussehende Menschen benutzt.

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Kritik übt „1953 international“ aber auch an der Einlasssituation zum Gästeblock in Nürnberg.

„Warum der Einlass erst 90 Minuten vor Anpfiff öffnet, wenn man weiß, dass zig Tausend Gästefans kommen: Unbegreiflich. So warteten schon Hunderte am Einlass als der Fanmarsch ankam. Wenn man schon meint, eine Vorkontrolle verschnörkelt vorm Eingang einrichten zu müssen, dann sollte das auch kenntlich sein. So führte die Polizei den Fanmarsch erst an dem Nadelöhr von Eingang vorbei, um dann die gesamte Meute auf die langgezogene auf Bauchhöhe vergitterte Flanke des Einlasses treffen zu lassen, was man bei einer Menschenmenge natürlich nicht mehr sieht. Wer vorher nicht schon in Schlamm und Stolperfallen Probleme bekam, wurde dann eben ans Gitter gedrückt und wahlweise von Ordnern oder Polizisten drangsaliert.“

Die Schwarz-Gelbe Hilfe spricht ebenfalls von „katastrophalen Zuständen am Zugangsbereich zum Gästeblock.“