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National

Dynamo Dresden: Doch „keine Position“ gegenüber „Pegida“

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 09. Januar 2015

Dynamo Dresden rudert zurück. Nach der gemeinsamen Erklärung in Sachen „Pegida“, die der Fußball-Drittligist gemeinsam mit den anderen Spitzensport-Vereinen der sächsischen Landeshauptstadt am Mittwoch veröffentlicht hatte, betont die SGD nun ausdrücklich, gar keine „Position“ bezogen zu haben. 

“Die Dresdner Vereine setzen sich für Akzeptanz und Respekt sowie gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ein“, hieß es am Mittwoch. Einen Tag später betonte Dynamo dann in einer eigenen Mitteilung: „Die Dresdner Vereine und die SGD haben in dem gemeinsam am Mittwoch veröffentlichten Aufruf keine ‚Position‘ bezogen. Die Sportvereine haben lediglich unterstrichen, für welche Werte sie stehen – Akzeptanz und Respekt, Fairness und Dialog – und alle Bürger dazu aufgerufen, in einen offenen Meinungsaustausch zu treten – miteinander, aber auch mit der Politik.“ Es habe sich gezeigt, dass die Dresdner Bürger Sorgen und Ängste hätten, die sie gerne adressieren würden.

 

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Nach der Veröffentlichung des ursprünglichen Statements wurde auf der Facebook-Seite des Vereins zwar erwartungsgemäß kontrovers diskutiert, allerdings lässt sich aus den Kommentaren auch kein Shitstorm herauslesen, der den Verein zu dieser Relativierung gedrängt veranlasst haben könnte. Dynamo Dresden hatte sich in der Vergangenheit wiederholt mit klaren Statements gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit positioniert. Eine klare Position gegenüber „Pegida“ würde dem Verein ohne Zweifel auch gut stehen.

ak