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National

Düsseldorf-Fan droht Verurteilung und Psychiatrie

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 01. April 2015
Quelle: imago

Der Vorwurf, der im Raum steht, könnte viel schwerer kaum wiegen: Ein 23-jähriger Fortuna-Düsseldorf-Fan muss sich im Mai vor dem Essener Schwurgericht wegen versuchten Totschlags verantworten. Am Rande des Regionalliga-Spiels der Düsseldorfer U23 in Essen im November soll der Angeklagte einen Polizisten bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Nun droht ihm neben einer Verurteilung möglicherweise die Einweisung in die geschlossene Psychiatrie.

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Unstrittig ist wohl, dass für den Polizisten Lebensgefahr bestanden habe. Eine Tötungsabsicht verneint der Angeklagte aber, wie die WAZ berichtet. Gleichwohl ist der Vorfall wohl nur ein weiterer Strich auf seinem Kerbholz – es soll bereits das 14. Ermittlungsverfahren gegen ihn sein. Dabei habe er durchaus auch Therapieauflagen erhalten, die jedoch ergebnislos verpufft seien – bislang ohne schwerwiegende Konsequenzen. Nun aber droht dem Angeklagten, der schon mehrere Aufenthalte in der Kinder- und Jugenpsychiatrie hinter sich hat, im Falle einer Verurteilung auch eine Überweisung in die geschlossenen Psychiatrie, wie Psychiater Norbert Leygraf gegenüber der WAZ andeutet.

Dem Mann, der zum Tatzeitpunkt leicht alkoholisiert gewesen sein soll, wird ein Intelligenzquotient von 64 attestiert. Möglicherweise habe er dabei aber auch bewusst schlecht abgeschnitten, mutmaßt Leygraf. Ein schlechtes Ergebnis droht ihm auch vor dem Essener Schwurgericht. Die Frage ist, wie schlecht.