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National

Drei Kölner Ultras müssen auf die Anklagebank

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 25. Februar 2015
Quelle: imago

Das Kölner Landgericht hat heute den Termin für die Strafverhandlung von drei Mitgliedern der „Wilden Horde“ bekannt gegeben. Die FC Köln-Anhänger müssen sich Mitte September vor Gericht verantworten. 

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Den Männern wird vorgeworfen am 4. März 2012 mit Hilfe einer größeren Gruppe einen Fanbus von Borussia Mönchengladbach von der Fahrbahn abgedrängt zu haben, so dass dieser genötigt war auf einem Rastplatz zu halten. Auf dem Rasthof griffen dann mehrere Kölner den Reisebus an und beschädigten ihn mit Hilfe von Eisenstangen, Schlagstöcken, Ketten und Steinen. Des Weiteren sollen die „Effzeh“-Fans den Bus mit einem 40 Kilogramm schweren Betonfundament beworfen haben. Der Sachschäden des Busses soll sich, laut Angaben der Justizbehörde, auf circa 25.000 Euro belaufen.

Einer der drei angeklagten Männer soll sich nach Informationen der Köln-Nachrichten zu Folge vor den Bus gestellt und gerufen haben: „Jetzt kommt raus, ihr Drecksäcke, jetzt gibt es etwas“. Er muss sich vor Gericht wegen schweren Landfriedensbruch verantworten. Die beiden anderen angeklagten Männer müssen Mitte September ebenfalls auf die Anklagebank. Ihnen wird vorgeworfen die beiden Kölner Kleinbusse gefahren und somit den Gladbacher Fanbus von der Fahrbahn abgedrängt zu haben.

Den drei mutmaßlichen Täter drohen wohl sogar Haftstrafen, obwohl niemand bei dem Übergriff zu Schaden gekommen ist. Bei einem Urteil des besonders schweren Fall des Landfriedensbruchs sieht das Strafgesetzbuch eine Freiheitstrafe zwischen 6 Monaten und 10 Jahren vor.