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National

Drei FCA-Anhänger verurteilt

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 03. Februar 2015
Quelle: imago

Drei Augsburg-Fans sollen im Mai letzten Jahres einen gegnerischen Fan verprügelt haben. Nun wurden die Angeklagten verurteilt. Verschieden geschilderte Versionen des Vorfalls lassen dennoch Unklarheiten bestehen.

Die drei Männer aus dem Raum Friedberg bei Augsburg sollen beim letzten Heimspiel der Saison 2013/14 einen Frankfurt-Anhänger attackiert haben. Nun wurden sie wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Informationen der Augsburger Allgemeinen Zeitung zu Folge haben zwei der drei Angeklagten, ein 19 und ein 20 Jähriger, angefangen auf den gegnerischen Fan einzuschlagen. Kurze Zeit später sei dann der Dritte dazukommen. Der 23-Jährige, bei dem ein Alkoholgehalt von 2,5 Promille festgestellt wurde, bekam ein Schlag des Frankfurter Gästefans ins Gesicht und ging bewusstlos zu Boden.

Polizisten, die in dieser Partie als szenekundige Beamte eingesetzt wurden, waren die angeklagten Fans bereits nach dem Spiel aufgefallen. Sie seien ihnen bereits bekannt gewesen.

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Vor Gericht wurden dem Richter nun verschiedene Versionen des Vorfalles geschildert. Der stark alkoholisierte 23-jährige Mann beteuerte alleine auf den Gästefan zugelaufen zu sein. Die beiden Mitangeklagten präsentierten ebenfalls zwei verschiedene Versionen. Der 19-jährige sagte, dass es zu keiner Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Frankfurter gekommen sei. Der Letzte im Bunde erklärte, dass er sich lediglich vor den bewusstlosen 23-Jährigen gestellt habe, um ihn vor weiteren Schlägen zu schützen. Der angegriffene Gästefan selbst schilderte einen Angriff mehrerer Männer ihm gegenüber. Die Angeklagten seien aber nicht unter den Tätern gewesen.

Weil die Polizeibeamten die Angeklagten identifizierten, war die Staatsanwältin dennoch von deren Schuld überzeugt. Außerdem wurde der 23-Jährige Augsburg-Fan bereits drei Monate zuvor wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Der Mann wurde vom Amtsrichter zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe sowie einer Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro verurteilt. Den anderen beiden Angeklagten verhängte der Richter jeweils zwei Wochen Dauerarrest.

 

rs