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National

Dosenwerfen statt Stadion

Autor: Lukas Schäfer Veröffentlicht: 04. Mai 2015
Quelle: imago

Die Gruppen Blockade Sandhausen 2009 und Hardtwaldfront 2002 rufen die Fans des SV Sandhausen dazu auf, das Auswärtsspiel bei RB Leipzig zu boykottieren.

Bereits vergangene Woche wurden die Fans des SV Sandhausen dazu aufgerufen, ein spezielles T-Shirt zu kaufen, mit dem gegen RB Leipzig protestiert werden soll. Am Samstag veröffentlichte das Stadionblättel Sandhausen nun Details zum geplanten Boykott: „Wie bereits mehrfach angekündigt, werden wir das Auswärtsspiel in Leipzig boykottieren. Wir möchten hierbei nochmal deutlich unterstreichen, dass RB Leipzig kein Teil des Fußballs ist, wie wir ihn verstehen. Wie das Konstrukt RBL als neue Dimension der Kommerzialisierung die Werte des Fußballs, wie wir ihn lieben, mit Füßen tritt, können wir nicht kommentarlos hinnehmen.“

Nach eigenen Angaben wurde in wochenlanger Arbeit ein Alternativprogramm auf die Beine gestellt. Alle Freunde und Fans des SV Sandhausen werden eingeladen, das Spiel im Kiefernhof gemeinsam zu verfolgen. Man werde keinen Fan daran hindern, die Mannschaft in Leipzig zu unterstützen, jedoch sei die Chance auf einen leeren Gästeblock sehr hoch. Man habe bereits mit mehreren Fanclubs persönliche Gespräche geführt und in diesen meist ein eindeutiges Feedback erhalten. Neben einem „Nein zu RB“-Shirt-Verkauf gibt es vor Ort auch ein Dosenwerfen mit „coolen Gewinnen“. Bereits am vergangenen Heimspiel wurden die ersten Textilien zum Verkauf angeboten.

 

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Sandhausen sagt „Nein zu Red Bull!” – Boykott des Auswärtsspiels in LeipzigLiebe Fans und Freunde des SV…

Posted by Stadionblättel Sandhausen on Samstag, 2. Mai 2015

 

Bereits während des Hinspiels hatten die Sandhausen-Anhänger ihre Abneigung gegen RB im Hardtwaldstadion durch „einige Aktionen“ verdeutlicht. „Nach den Berichten anderer Fanszenen und szeneinternen Diskussionen erscheint es uns unmöglich, im Stadion einen wirkungsvollen Protest auf die Beine zu stellen. Wir wissen, dass wir das System des modernen Fußballs mit dieser Maßnahme nicht verändern werden können. Dennoch wollen wir durch unseren Ticketkauf nicht indirekt gutheißen, dass es das Produkt gibt.“