Anzeige

National

Dortmunder Faninitiative „ballspiel.vereint!“ macht sich gegen Diskriminierung stark

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 07. Oktober 2014

Die Initiative „ballspiel.vereint!“ ist ein Bündnis von Anhängern und Angehängerinnen von Borussia Dortmund. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, ein Bewusstsein für alltägliche Diskriminierungen rund um den BVB zu schaffen, um langfristig einen antidiskriminierenden Grundkonsens in der Dortmunder Fanszene zu etablieren. In diesem Monat schließt sich „ballspiel.vereint!“ mit vielen anderen europäischen Fanbündnissen zusammen, um sich auf den „Fare action weeks“ geschlossen gegen Diskriminierung zu positionieren.

„ballspiel.vereint!“ wird sich auf den „Fare action weeks“ gemeinsam mit Gruppierungen aller Größenordnungen aus mehr als 40 Ländern gegen sämtliche Diskriminierungen im Sport positionieren. „Fare“ selbst ist eine Dachorganisation, die alle Formen von Diskriminierung bekämpft. Mithilfe der integrativen Kraft des Fußballs, will die Organisation den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken. Grundgedanke des Treffens ist die Überzeugung durch den Fußball, als „präsenteste Sportart der Welt“, gemeinsam sämtliche Grenzen aufzubrechen, heißt auf der Homepage von „ballspiel.vereint“.

Die „Fare action weeks“ sind mit mittlerweile über 2000 Veranstaltungen zur grössten Serie antirassistischer Veranstaltungen im Sport geworden, die es jemals gegeben hat. Während den Aktionswochen werden in Dortmund mehrere Aktionen stattfinden. Unter anderem wird am heutigen Dienstag über den Gedenkstättenbesuch von BVB-Fans im polnischen Lublin referiert, eine Erinnerung an die Gräueltaten des Holocausts.

Anzeige

Am 14.10. gibt es zudem einen Vortrag mit dem Titel „Tradition verpflichtet?“, „der die Verbindungen zwischen Fußball und Antisemitismus in Deutschland aufzeigen wird. Beide Veranstaltungen beginnen um 19.09 Uhr im BVB-Lernzentrum unter der Südtribüne des Dortmunder Stadions. Der Eintritt ist frei.

Die Organisatoren von „ballspiel.vereint“ äußern sich wie folgt zu den „Fare action weeks“ und den darauf folgenden Zielen der Intiative:

„Wir freuen uns sehr auf die bevorstehenden Aktionen während der „Fare action weeks“. Natürlich werden wir danach unsere Aktionen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung nicht einstellen, wir kämpfen für eine Fanszene, in der sich jede und jeder wohlfühlen kann. Im Stadion und auch sonst nirgends darf jemand auf Grund seiner Herkunft, seiner Hautfarbe, seiner Religion oder seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden.“

 

st