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National

Dortmund: „Allianz für ein friedliches Fußballerlebnis“

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 03. Juli 2014
Quelle: Polizei Dortmund

Wie fanzeit berichtete, fand am 2. Juli ein Treffen zwischen dem Dortmunder Polizeipräsidenten Gregor Lange und den Spitzen von Borussia Dortmund statt. Vertreter der Stadt Dortmund und der Justiz waren ebenfalls anwesend. Gemeinsam wollten sie sich für eine „Allianz für ein friedliches Fußballerlebnis“ stark machen.

Neben Lange waren auch der Geschäftsführer des BVB, Hans-Joachim Watzke, die Leitende Oberstaatsanwältin, Birgit Cirullies, und der Präsident des Amtsgerichtes, Peter Benesch, mit von der Partie. Sie diskutierten über die Maßnahmen rund um und während eines Fußballspiels von Borussia Dortmund. Dabei ging es vor allem um die Kommunikation mit Fans und Ultras und um ein gemeinsames Vorgehen gegen Gewaltbereite.

 

Der BVB hat sicherheitstechnisch aufgerüstet

 

Zu Beginn wurde über den aktuellen Stand der Dinge referiert, wobei Watzke positive Aspekte der Arbeit des Vereins darlegen konnte. Unter anderem wurde ein 24h-Pförtnerdienst eingestellt, eine Hightech-Kamera installiert und die Sitzplatzvergabe bei Champions-League Spielen überarbeitet. Außerdem gibt es eine Crowd-Managerin, die vor und während des Spiels dafür sorgt, dass keine kritischen Personendichten entstehen können. Auch der Ordnungsdienst „wurde und wird weiterhin qualifiziert“.

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Auch die Stadt ist bei jedem Spiel vertreten, so spricht sie Glasverbotszonen aus, bringt permanente Beschilderungen an und hilft mit Kontrollen. Die Polizei ist ebenfalls zufrieden mit ihrer Arbeit, da die letzten Risikospiele – auch die Derbys gegen Schalke – relativ ereignislos über die Bühne gingen. Das liegt vor allem an einer neuen Wegführung der Ultras und einem neuen Anreisekonzept für die Gästefans. Ebenso wird momentan ein Intensivtäterkonzept vom Polizeipräsidenten in Kooperation mit der Staatsanwaltschaft entwickelt. „Mit dem Intensivtäterkonzept möchten wir an die Rädelsführer ran. Vielleicht gelingt es uns, einen Keil zwischen kriminelle Chaoten und echte Fußballfans zu treiben und den ein oder anderen zum Umdenken zu bewegen“, so Lange gegenüber Presseportal.

 

Polizei arbeitet schon im Vorfeld

 

Weiterhin erhält die Polizei schon vor Beginn des Spiels „Meldeauflagen und Bereichsbetretungsverbote für Chaoten und Gewalttäter. (…) In Dortmund besteht eine Übereinkunft zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und Amtsgericht, (…) die Strafverfahren (…) so schnell wie möglich zum Abschluss zu bringen.“ Lange plädiert dafür, die Einsatzzahlen sowie die Dauer der Einsätze herabzusetzen und somit Entlastung für die Polizisten zu schaffen, damit man die frei gewordenen Kapazitäten an anderen Problemstellen der Stadt einsetzen kann. Das nächste Gespräch ist nach der Sommerpause geplant, um dann eine erste Bilanz zu ziehen. Bislang zeigte sich der Polizeipräsident zufrieden.

 

jh