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„Dilettantische und chaotische Organisation“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 27. Oktober 2016
Quelle: imago

Der grandiose Fußballabend beim Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Union Berlin wurde von chaotischen Szenen beim Einlass der Gästefans überschattet. Nun äußern sich die Köpenicker und üben scharfe Kritik an der Organisation.

Weil kurz vor dem Anpfiff immer noch tausende Unioner vor dem Stadion standen, wurde der Anstoß der Partie um eine Viertelstunde verschoben. Via Twitter hatte Borussia Dortmund einen versuchten Blocksturm einiger Union-Fans für die chaotische Situation am Einlass verantwortlich gemacht.

Dem widerspricht der 1. FC Union in einer Stellungnahme nun vehement. „Unter dem Druck der wartenden und ständig neu eintreffenden und nachdrängenden Fans ist ein Bauzaun, der die Drehkreuzanlage einrahmt, beschädigt worden. Einen organisierten oder mutwilligen Blocksturm durch Union-Fans gab es nicht“, heißt es da. Vielmehr seien durch organisatorische Schwächen Menschenleben in Gefahr gebracht worden.

Auch die Polizei Dortmund wollte am Donnerstag bei Sport1 nicht von einem Blocksturm sprechen. „Auch zum Spielbeginn standen nicht wenige Berliner Fans noch vor dem Stadionbereich. Was die Ursache war, da müsste man Borussia Dortmund fragen“, sagte Polizeisprecher Oliver Peiler dem Portal. „Es hat dabei eine kurzfristige, schwierige Gedrängesituation gegeben. Aber wir reden jetzt nicht von irgendeinem Sturm auf das Stadion.“

Die „dilettantische und chaotische“ Organisation in Dortmund habe dazu geführt, dass tausende Union-Fans gleichzeitig am Westfalenstadion angekommen seien, heißt es von Union Berlin. „Die Dimensionierung der Kontrollanlagen und das Tempo der Einlasskontrollen waren vollkommen ungeeignet, die im Vorfeld bekannte Anzahl an Gästefans in angemessener Weise aufzunehmen“, kritisieren die Köpenicker. So hätten sich unter den Fans Unruhe und Angst breit gemacht, das Spiel zu verpassen, was schließlich zu der besagten Gedrängesituation geführt habe.

Ausdrücklich bedankt sich der 1. FC Union „für das geduldige und besonnene Verhalten des überwiegenden Teils der mitgereisten Fans.“