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National

Die zehn Gebote der Polizeigewerkschaft

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 21. Mai 2014
Quelle: imago

Das Thema „Sicherer Stadionbesuch“ war am Mittwoch Gegenstand einer öffentlichen Anhörung im Bundestag. Neben Fanvertretern und Verbandsfunktionären interessierte naturgemäß auch die Stellungnahme der Polizei-Gewerkschaft, die unter anderem zehn Positionen für friedlichen Fußball veröffentlicht hat.

Neben den darin aufgeführten Punkten fordert der Bundesvorstand der Polizeigewerkschaft die Vereine dazu auf, ihren Umgang mit den eigenen Fans zu überdenken. Vor allem Blöcke, die die Klubs beispielsweise den Ultras zur Selbstverwaltung einräumen, würden dazu führen, dass „Ultras immer wieder beispielsweise überlange Fahnen oder auch Pyrotechnik ins Stadion schmuggeln.“

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Auch außerhalb der Stadien solle Gewalttätern mit weiteren Restriktionen entgegengewirkt werden. So schlägt die Gewerkschaft Meldeauflagen für sogenannte „Intensivtäter“ vor. Heißt: Die betreffenden Personen müssten sich am Spieltag auf einer Polizeidienststelle in ihrer Heimatstadt melden. „Der GdP ist bewusst, dass Meldeauflagen einen nicht unerheblichen Eingriff in die Grundrechte darstellen. Zugleich muss es aber gelingen, diejenigen Personen, die über einen längeren Zeitraum immer wieder mit Straftaten rund um das Fußballgeschehen aufgefallen sind und von denen daher, je nach Lageeinschätzung, eine konkrete Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht, mit einer Meldeauflage zu belegen“, heißt es in der Stellungnahme. Ferner fordert die GdP, der Bundespolizei das Recht zu übertragen, Personen ein Betretungsverbot für Bahnhöfe und Züge auszusprechen. Mit diesen Maßnahmen solle erreicht werden, dass die betreffenden Personen an Spieltagen ihren Wohnort nicht verlassen und die Bahn nicht benutzen können.

Zur weiteren Gewaltprävention und Prophylaxe wünscht sich die Interessenvertretung der Polizei zudem, dass alle Verein bis zur fünften Liga die Stelle mindestens eines Fanbeauftragten einrichten mögen.

Lesen Sie auf Seite 2: A.C.A.B strafrechtlich verfolgen und Alkoholverbot im ÖPNV: Mit diesen Positionen will die Polizeigewerkschaft den Fußball sicherer machen.