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National

„Die Zaunfahne ist nicht verhandelbar“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 04. Dezember 2014
Quelle: imago

Vor dem Ostduell zwischen dem Chemnitzer FC und dem Halleschen FC am Samstag (14 Uhr) hat der gastgebende Verein den Halle-Fans die Mitnahme sämtlicher Fan-Utensilien verboten. Die Anhänger des Halleschen FC wollen das so jedoch nicht auf sich sitzen lassen.

Neben einer angemeldeten Choreographie für den Gästeblock, hat der Chemnitzer FC auch alle weiteren Fanutensilien wie Schwenkfahnen, Doppelhalter und Zaunfahnen verboten. Die Ultras der Saalefront wollen dieses Verbot jedoch nicht hinnehmen und kündigen auf ihrer Webseite an: „Wir werden uns diesem Verbot nicht beugen. Die Zaunfahne ist nicht verhandelbar!“

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Auch der HFC-Fankurvenrat wendet sich mit einem offenem Brief an den Chemnitzer FC und bittet den Verein, „die Festlegungen noch einmal zu überdenken und somit im Vorfeld die Lage zu entspannen.“ Weiter heißt es: „Wir verstehen, dass Sie alles Erdenkliche tun möchten, um am Samstag die Sicherheit zu gewährleisten, jedoch sorgen die Entscheidungen für reichlich Unmut in der Fanszene des HFC und es ist davon auszugehen, dass dadurch genau ein gegenteiliger Effekt entsteht.“

Darüber hinaus erinnert der Fankurvenrat an ein Empfehlungsschreiben des DFB, in dem der Verband die Vereine auffordert, grundsätzlich auf Materialbeschränkungen zu verzichten. „Zu einer positiven Fankultur gehören Choreografien, Schwenkfahnen, Doppelhalter, aber vor allem Zaunfahnen. […] Die genannten Sachen sind keine Privilegien, sondern eine Grundausstattung des Fussballfans“, heißt es in dem Brief.

Ungeachtet aller Verbote plant die Saalefront dennoch ein optisches Highlight beim Ostduell in Chemnitz: Die Ultragruppe ruft alle Fans des HFC auf, das Spiel mit einer rot-weißen Nikolausmütze zu besuchen.