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International

„Die ultimative Erniedrigung. Das ist Terrorismus!“

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 17. April 2014
Quelle: imago

Dass den Griechen in Sachen Pyrotechnik so leicht niemand etwas vormacht, ist hinlänglich bekannt. Das Pokal-Halbfinale zwischen PAOK Saloniki und Olympiakos Piräus übertragf am gestrigen Abend allerdings die kühnsten Vorstellungen. Die Gäste aus Piräus sahen sich erbitterten Anfeindungen ausgesetzt und finden nun drastische Worte. Auf PAOK dürfte eine drakonische Strafe zukommen.

Eine geschlagene Stunde und 16 Minuten musste der Unparteiische warten, ehe er das Spielfeld reinen Gewissens freigeben konnten. Die Hausherren hatten zuvor eine Pyroshow abgebrannt, die ihresgleichen sucht. Allerdings beschränkten sich die Anhänger offenbar nicht darauf, das gesamte Stadionrund zu erleuchten. Weiterhin beklagen Gästespieler und -verantwortliche, immer wieder Ziel von Bengalos geworden zu sein. Unter anderem sollen Saloniki-Fans sogar versucht haben, die Spielerbank anzuzünden. „Die ultimative Erniedrigung. Das ist Terrorismus“, schimpfte Olympiakos‘ Vizerpräsident Savvas Theodoridis. Zudem hatten PAOK-Fans tausende tote Sardellen auf die Bank der Gäste geworfen – eine Anspielung auf den Spitznamen des Klubs aus dem Athener Hafengebiet.

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Auf der Homepage der Gäste, die mit einer 0:1-Niederlage die Heimreise antreten mussten, ist heute von Umständen die Rede, die zu einem Dritte-Welt-Land passen würden. Spieler und Verantwortliche gaben an, auf dem Weg in die Kabine nach der Niederlage noch von Fans beleidigt und geschlagen worden zu sein. PAOK dürfte nun eine saftige Strafe ins Haus stehen. Bereits das Spiel in der Champions-League-Qualifikation gegen den FC Schalke 04 musste der Klub vor leeren Rängen austragen.