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National

„Die Rechte“-Mitglieder unter Aachen- und Kerkrade-Fans

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 09. Juli 2014
Quelle: Polizei

Nur fünf Tage nach dem Vorfall in Aachen, bei dem rechte Fans aus Kerkrade und Aachen in eine Kneipenschlägerei verwickelt gewesen sein sollen und durch Hitlergrüße sowie eine Reichskriegsflagge auffällig geworden sind, kann die Aachener Polizei einen ersten Fahndungserfolg vermelden.

Die Ermittlungsgruppe REMOK der Aachener Polizei hat die Ermittlungen wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung und Volksverhetzung aufgenommen und vermeldet nun die Identifizierung mehrerer Straftäter. Unter den etwa 50 Personen, sollen sich ersten Erkenntnissen zufolge unter anderem hochrangige Mitglieder der rechten Pseudopartei „Die Rechte“ befunden haben. Die Polizei bestätigt zudem, dass einige Personen den Hitlergruß zeigten und die Gruppe eine Reichskriegsflagge mitführte.

Das Auftreten der Gruppe soll ein 58 Jahre alter Mann zum Anlass genommen haben, die Gruppe anzusprechen. Die Polizei betont in ihrer Mitteilung allerdings explizit: „Über die Art und Weise des Ansprechens – hier gibt es unterschiedliche Angaben bis hin zum Vorwurf wüster Beschimpfungen – sollen die laufenden Vernehmungen noch Klarheit erbringen.“ Diese dürften allerdings die weiteren Vorwürfe kaum entkräften. So sollen mehrere Personen aus der Gruppe den Mann, der laut Polizei dem „hiesigen linken Spektrum“ zuzuordnen sei, verfolgt haben. Ein Angreifer habe ihn schließlich gestellt und mehrfach geschlagen. Dabei soll das Opfer eine Platzwunde davongetragen haben. Auf ärztliche Behandlung und  eine Aussage gegenüber der Polizei habe er bislang verzichtet, heißt es.

 

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Nach dem Täter sucht die Polizei nun mit Hilfe eines Fahndungsfotos. Er wird als männliche Person zwischen 18 und 25 Jahren, ca. 160 cm groß mit kurzen blonden Haaren beschrieben. Zur Tatzeit trug er ein grünes Hemd.

Innerhalb der Gaststätte, in die der Geschädigte geflüchtet war, kam es dann zu weiteren Auseinandersetzungen zwischen den Verfolgern und anwesenden Gästen. Dabei ging diverses Mobiliar zu Bruch und eine zweite Person wurde leicht verletzt. Anschließend flüchtete die Verfolgergruppe in ihre ursprüngliche Szenekneipe nahe des Synagogenplatzes.

Der Aachener Polizei, die mit starken Einsatzkräften und Diensthunden vor Ort war, führte unmittelbar eine Tätersuche in der Szenekneipe durch. Zusätzlich stellte sie dort die Identität von insgesamt 26 Personen fest. Darüber hinaus konnten noch weitere Personen ermittelt werden, die sich bereits entfernt hatten. „Ich freue mich über diesen schnellen Ermittlungserfolg, der deutlich macht, dass die Aachener Polizei weiterhin mit hoher Intensität gegen rechte Gewalt vorgeht“, zeigte sich Polizeipräsident Weinspach sehr erfreut.

Die Ermittlungen werden fortgeführt.