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National

„Die Eskalation ging von der Polizei aus!“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 02. Mai 2016
Quelle: imago

Nach den Ereignissen beim Derby zwischen dem MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf am Freitagabend kritisieren Düsseldorfer Ultras den Einsatz der Polizei scharf und wollen rechtliche Schritte prüfen.

So bezeichnet die Gruppe Dissidenti Ultra das Sicherheitskonzept der Duisburger Behörden auf ihrer Website als „gescheitert“: „Tausende Fortuna Fans konnten gestern nicht von Beginn an im Stadion sein um ihrer Mannschaft die nötige Unterstützung zu bieten. Es gab zahlreiche verletzte Fans durch massiven Einsatz von Schlagstock und Pfefferspray seitens der Polizei“, bilanzieren die Ultras und betonen: „Die Eskalation ging von der Polizei aus!“

Die Gruppe erklärt zudem, dass sich der Fanmarsch vom S-Bahnhof Duisburg-Schlenk erst knapp eine Stunde später als geplant in Bewegung setzte, weil ein Großteil der Fans aufgrund eines technischen Defekts einer S-Bahn erst sehr spät dort angekommen sei.

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Zudem kritisieren Dissidenti das Verhalten der Polizei am Einlass zum Gästeblock: „Wer tausende Fans kurz vor dem Stadion stoppt, mit einem Wasserwerfer vorfährt und den durch Hamburger Gitter verengten Weg dann auch noch mit einer behelmten Hundertschaft verschließt, provoziert eine Eskalation“, so die Gruppe. Darüber hinaus sei es unverantwortlich, „Tore zu schließen, die nach außen aufgehen und somit im Fall eines wirklichen Ansturms nicht mehr zu öffnen wären.“

Die Ultras Düsseldorf geben derweil bekannt, dass sie in den letzten Tagen bereits 100 Nachrichten mit Berichten, Fotos und Videos der Ereignisse erhalten haben. Bei einem Treffen mit Vertretern von Fortuna Düsseldorf gaben die Ultras dem Verein anhand dieser Materialien ihre Einschätzung der Geschehnisse zur internen Aufarbeitung mit auf den Weg.

Im Hintergrund prüft die Gruppe bereits in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt verschiedene Möglichkeiten, „welche rechtlichen Schritte gegen den Polizeieinsatz eingeleitet werden können“.