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DFL lehnt Kinds Übernahme bei Hannover 96 offenbar ab

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 02. Februar 2018
Quelle: imago

Martin Kind strebt bei Hannover 96 die alleinige Stimmenmehrheit an der ausgegliederten Profiabteilung und somit eine Ausnahmeregelung von der 50+1-Regel an. Nun hat die DFL offenbar über Kinds Antrag entschieden – zu seinen Ungunsten. 

Nach Informationen des Tagesspiegel wird die DFL den Antrag von Martin Kind auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel abweisen. Ursprünglich hatte der Ligaverband bereits bis zum Ende des vergangenen Jahres über den Antrag entscheiden wollen.

Ausschlaggebend für die Entscheidung dürften die Vorgaben sein, die die DFL in ihrem „Rundschreiben Nr. 30 Bereich Recht DFL“ zur Erteilung einer Ausnahmegenehmigung macht. So hat Kind den Verein nicht in „erheblichem Maße“ gefördert, wie es das Schreiben vorsieht. Die Formulierung „erheblich“ orientiert sich dabei an jener Summe, die der Verein jährlich von seinem Hauptsponsor erhält.

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Darüber hinaus war die Förderung von Kind auch nicht „ununterbrochen“, wie es die DFL vorgibt. Schließlich trat Martin Kind zum 31. August 2005 als Vereinsvorsitzender und Geschäftsführer der Management GmbH zurück. Erst ein Jahr später kehrte Kind auf die Posten zurück.

Auf diese und weitere Punkte hatte die Interessengemeinschaft Pro Verein 1896 bereits in einer Schutzschrift hingewiesen, die sie auch bei der DFL hinterlegt hatte. Die Entscheidung des Ligaverbands ist ein großer Erfolg für die aktive Fanszene des Vereins, die sich immer wieder gegen Kinds Pläne stark gemacht hatte.

Ein Ende des Streits ist jedoch nicht in Sicht. Für den Fall der Ablehnung seines Antrags hat Kind bereits angekündigt, Klage gegen die Entscheidung einzulegen.

Update: Auf ihrer Website teilt die DFL mit, dass ihr Präsidium bis jetzt keine Entscheidung über in Bezug auf den Antrag von Hannover 96 und Martin Kind hinsichtlich der Erteilung einer Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel getroffen habe. Das Präsidium werde sich damit in seiner turnusmäßigen Sitzung am kommenden Montag befassen.