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DFL hätte Kind-Antrag wohl abgelehnt

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 20. März 2018
Quelle: imago

Als Martin Kind Anfang Februar verkündete, seinen Antrag auf Erteilung einer Ausnahme-Genehmigung von der 50+1-Regel vorerst ruhen zu lassen, vermuteten viele bereits, dass er dies aufgrund mangelnder Erfolgsaussichten tue. Nun werden erstmals Zahlen öffentlich, die diese Vermutungen stützen. 

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Nach Informationen der BILD rechnet die DFL Martin Kind eine Förderung von 19,698 Millionen Euro in den letzten 20 Jahren zu. Von seinen Hauptsponsoren erhielt der Verein in diesem Zeitraum jedoch mit rund 46 Millionen Euro mehr als das Doppelte. Für die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel muss die Förderung jedoch mindestens ebenso hoch sein.

Wie die BILD weiter berichtet, besteht ein Großteil der Summe, welche die DFL Kind schließlich zurechnete, zudem nicht aus Förderungen, sondern aus Verzichten. Demzufolge hätte der Liga-Verbans Kinds Antrag abgelehnt.

Dem kam der Unternehmer letztlich zuvor, indem er seinen Antrag vorübergehend zurückzog. Nun will die DFL „ergebnisoffen“ über mögliche Reformen der 50+1-Regel diskutieren. Dagegen formiert sich breiter Widerstand der Fußballfans in Deutschland. Eine entsprechende Erklärung haben bereits über 2800 Fanclubs, -gruppen und -organisationen von 139 Vereinen unterzeichnet.