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National

DFB zieht Personalisierungsauflage für Eintracht-Fans zurück

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 19. Dezember 2016
Quelle: imago

Nach den Vorkommnissen beim Pokalspiel in Magdeburg hatte das DFB-Sportgericht Eintracht Frankfurt die Auflage erteilt, dass Tickets für Auswärtsspiele in der Rückrunde nur noch personalisiert verkauft werden dürfen. Nach Protesten der Eintracht hat der DFB die Auflage nun jedoch wieder aufgehoben. 

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Zahlreiche kritische Stellungnahmen und Beurteilungen der für die Durchführung der Spiele und die Sicherheit verantwortlichen Institutionen in Frankfurt und an den jeweiligen Standorten veranlassten das Sportgericht, die Sachlage im Rahmen eines von Eintracht Frankfurt beantragten Wiederaufnahmeverfahrens neu zu bewerten und die Maßnahme schließlich rückgängig zu machen.

Es sei zu befürchten, „dass die Personalisierungsauflage den gewünschten Zweck der Erhöhung der Sicherheit bei Frankfurter Auswärtsspielen verfehlen könnte und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken höher sein könnten als der Nutzen der Maßnahme“, so Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts. „Frankfurter Zuschauer hätten die Auflage dahingehend umgehen können, dass sie sich Karten aus dem nicht personalisierten Kontingent der gastgebenden Vereine gekauft hätten. Dies hätte zur Folge gehabt, dass sich Anhänger der Gastgeber und Anhänger der Eintracht in denselben Blöcken aufgehalten hätten, was neuerliche Sicherheitsrisiken mit sich gebracht hätte“, führt Lorenz weiter aus.

Eintracht Frankfurt zeigte sich erfreut von der Einsicht der DFB-Verantwortlichen: „Wir begrüßen die Entscheidung des DFB-Sportgerichts, denn sie berücksichtigt in einer Gesamtbetrachtung die maßgeblichen Sicherheits- und Faninteressen aller Beteiligten“, so Eintracht-Vorstand Axel Hellmann. Zuletzt hatten die Ultras Frankfurt Proteste gegen die Personalisierung von Tickets angekündigt.