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National

DFB will direkte Aufsteiger, aber nur für die RL West und Südwest

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 28. November 2017
Quelle: imago

Kurz vor dem DFB-Bundestag am 8. Dezember gab es noch einmal neue Reformvorschläge über die Aufstiegsregelung zur 3. Liga. DFB-Präsident Grindel sprach sich für direkte Aufstiegsplätze für die Regionalliga West und Südwest aus und wurde dafür heftig kritisiert.

Während in den letzten Monaten vermehrt von einer 4-gleisigen Regionalliga mit jeweils einem direkten Aufsteiger gesprochen wurde, scheint sich der DFB jetzt in eine andere Richtung zu orientieren. Ursache sind viele Vereine, die sich für eine Beibehaltung von fünf Ligen ausgesprochen haben. Auf einer Regionalkonferenz in Duisburg sprach Reinhard Grindel daher von direkten Aufstiegsplätzen, allerdings lediglich für zwei Regionalligen.

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„Ich glaube, dass eine Menge dafürspricht, dass die leistungsfähigen Regionalligen West und Südwest ihr eigenes Aufstiegsrecht bekommen. Und dass die anderen drei Regionalligen eine Lösung finden, wie sie die zwei Aufsteiger ausspielen“, erklärte Grindel gegenüber dem kicker. Auch Vizepräsident Rainer Koch ist seiner Meinung.

Demgegenüber stehen natürlich viele Vertreter der Vereine aus dem Nordosten. Hermann Winkler aus dem NOFV-Präsidium kann diese Lösung nicht verstehen. Der Nordosten stellt etwa ein drittel der Fläche des Landes und eine starke Regionalliga. „Wir setzten auf Gleichbehandlung in ganz Deutschland. Es kann nicht sein […], dass es eine neue deutsche Teilung durch den DFB gibt“, so Winkler.

Auch Mario Kallnik, Manager vom 1. FC Magdeburg und Sprecher der 3. Liga, spricht von einer Farce und Wettbewerbsverzerrung. „Das ist nicht das, was sich die Fans vorgestellt haben“, erklärt Kallnik. „Das Modell, was jetzt diskutiert wird, ist eigentlich noch schlechter als vorher.“ Das Argument, die Regionalligen West und Südwest bekommen direkte Aufsteiger aufgrund der Anzahl ihrer Mitglieder, entkräftet er direkt. 95 Prozent davon spielen laut Kallnik nämlich in Kreisligen und das hätte mit der Regionalliga als semiprofessioneller Liga nichts zu tun.