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National

DFB verteilt 62.000 Euro Geldstrafen an Vereine

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 17. Juni 2015
Quelle: imago

Der DFB hat nach Saisonende noch einmal kräftig Strafen verteilt. Der Hamburger SV, VfL Wolfsburg, MSV Duisburg, Preußen Münster und Hansa Rostock müssen insgesamt 62.000 nach Frankfurt überweisen.

Am schwersten hat es den Hamburger SV erwischt. Der DFB bittet den Erstligisten wegen drei Fällen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger zur Last gleich mit 36.000 Euro zur Kasse.

Vor dem Anpfiff des Bundesligaspiels beim VfB Stuttgart am 16. Mai 2015 wurden im Hamburger Zuschauerblock mehrere Bengalische Feuer abgebrannt, wodurch sich der Spielbeginn um etwa eine Minute verzögerte. Zudem wurde vor der Bundesligapartie gegen den FC Schalke 04 am 23. Mai 2015 eine Rauchbonbe im Zuschauerbereich des Heimteams gezündet.

Darüber hinaus wurde vor dem Relegationsspiel beim Karlsruher SC am 1. Juni 2015 massiv Pyrotechnik auf der Hamburger Zuschauertribüne abgebrannt. Dabei warfen Gästezuschauer auch mehrere Bengalische Feuer in den Innenbereich des Stadions auf die Tartanbahn. Auch während der Begegnung wurde im Block des Gästeteams massiv Pyrotechnik gezündet, wobei auch Leuchtraketen in Richtung des Spielfeldes abgeschossen wurden.

 

Glimpflicher kommt der VfL Wolfsburg davon: In der 47. Spielminute des Bundesligaspiels gegen den VfB Stuttgart am 4. April 2015 war ein „Flitzer“ über das Spielfeld gelaufen. Zudem wurden vor dem DFB-Pokalendspiel gegen Borussia Dortmund in Berlin am 30. Mai 2015 im Bereich der Wolfsburger Zuschauer zwei Blinker und ein Rauchtopf entzündet. Durch einen der Blinker wurde ein Wolfsburger Fahnenschwenker leicht verletzt. Macht in Summe: 6.000 Euro.

Aufsteiger MSV Duisburg ist mit 10.000 Euro dabei. Nach dem 0:1 für Holstein Kiel in der neunten Minute des Drittligaspiels am 16. Mai 2015 in Duisburg wurden aus dem Zuschauerbereich des Heimteams Bierbecher in den Kieler Block geworfen. Zudem bestiegen ab der 83. Minute einige Duisburger Anhänger in Erwartung des sich abzeichnenden Aufstiegs die Zäune zum Innenraum. In der 85. Minute gelangten die ersten dieser Zuschauer in den Innenraum. Aufgrund des Besucherdrucks mussten noch vor dem Abpfiff zwei Fluchttore geöffnet werden. Bis zum Abpfiff blieben die Personen jedoch hinter den Werbebanden, so dass es nicht zu einer Spielbeeinträchtigung kam. Nach dem Schlusspfiff wurden alle Tore zum Stadioninnenraum geöffnet und die Zuschauer stürmten das Spielfeld.

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Aus der feiernden Menge heraus wurde zweimal Leuchtspurmunition in Richtung der Kieler Zuschauer geschossen, wobei ein Geschoss eine Besuchertraube traf. Eine Polizistin wurde leicht verletzt. Auf dem Spielfeld wurden zudem zwei Rauchtöpfe gezündet.

Vor allem Entgleisungen während des Drittligaspiels bei Arminia Bielefeld am 18. April 2015 kommen dem SC Preußen Münster mit insgesamt 4.500 Euro zu stehen. Dabei wurden aus dem Münsteraner Zuschauerblock nach vorangegangen Provokationen aus dem Heimbereich rund 20 gefüllte Becher in den angrenzenden Heimblock geworfen. Münsteraner Zuschauer versuchten zudem erfolglos, über den Zaun zu klettern. Rund zehn Minuten nach Spielende durchquerten zumindest 100 Gästezuschauer das erste Verbindungstor. Aus dieser Gruppe heraus wurden etwa einen Meter lange und drei Zentimeter dicke Erdnägel aus Eisen, die auf der Fläche zwischen beiden Toren lagerten, in Richtung Ordner geworfen. Es wurde niemand getroffen. Drei Ordner wurden durch Schläge und Tritte leicht verletzt.

Darüber hinaus war in der 90. Minute des Drittligaspiels gegen die Stuttgarter Kickers am 9. Mai 2015 ein Zuschauer aus dem Münsteraner Zuschauerblock auf das Spielfeld gelaufen.

 

Sprichwörtlich kann man einem nackten Mann nicht in die Tasche greifen. Tatsächlich aber durchaus: Der klamme FC Hansa Rostock ist mit 5.500 Euro Geldstrafe von der Partie.

In der 67. Minute des Drittligaspiels beim VfL Osnabrück am 3. Mai 2015 wurden im Rostocker Zuschauerblock ein Rauchgemisch und eine Bengalische Feuer gezündet. In der 61. und in der 63. Minute des Drittligaspiels beim VfB Stuttgart II am 8. Mai 2015 wurden im Rostocker Zuschauerbereich jeweils pyrotechnische Leuchtfeuer entzündet. In der 48. Minute des Drittligaspiels gegen den FC Energie Cottbus am 16. Mai 2015 wurden im Rostocker Zuschauerblock zwei Bengalische Feuer abgebrannt. Zudem wurde dort während derselben Partie ein Banner mit beleidigendem Inhalt gezeigt.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit des Drittligaspiels bei Dynamo Dresden am 23. Mai 2015 wurde im Rostocker Zuschauerbereich eine Fahne angezündet, die von der Feuerwehr gelöscht werden musste.

Alle Vereine haben den Urteilen zugestimmt, sie sind damit rechtskräftig. Eine Übersicht aller in der Saison 2014/15 verhängten DFB-Strafen findet ihr hier.