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National

DFB und DFL planen Pilotphase zur Freigabe von Fan-Utensilien

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 13. Februar 2018
Quelle: imago

Die einheitliche Freigabe von Fan-Utensilien in deutschen Stadien ist einer der Punkte, der den Fanszenen in Deutschland besonders am Herzen liegt. Zuletzt hatte es einen bundesweiten Aktionsspieltag zum Thema gegeben. Nun kommt Bewegung in die Sache. 

Wie DFB und DFL mitteilen, planen die Verbände, das Ziel einer einheitlichen Freigabe von Fan-Utensilien durch eine Pilotphase noch in dieser Saison voranzutreiben. In der Sitzung des DFB-Präsidiums am 9. März soll das Konzept dann für die beiden Bundesligen sowie die 3. Liga verabschiedet werden.

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Anschließend soll der Prozess der vorläufigen Freigabe von Fan-Utensilien von der AG Fankulturen konkretisiert und maßgeblich begleitet werden. Die Mitarbeit in der AG mit Fanvertretern, Fanbeauftragten sowie Fanprojektmitarbeitern sei den „Fanszenen Deutschlands“ in diesem Zusammenhang erneut angetragen worden, so die Verbände.

DFB und DFL weisen jedoch darauf hin, dass die letztendliche Umsetzung einer Freigabe von Fan-Utensilien vor Ort in den Stadien immer durch die jeweiligen Klubs als Veranstalter erfolgen muss und sich diese ebenso wenig wie DFB und DFL über geltendes Recht hinwegsetzen können. Darüber hinaus dürfe es „auf dem Weg zum Ziel einer bunten und vielfältigen Fankultur, für die DFB und DFL stehen, keinen Missbrauch von Fan-Utensilien mehr geben wie teilweise in der Vergangenheit festgestellt.“ Häufig nutzen Ultras Blockfahnen oder große Schwenkfahnen dazu, sich darunter für eine anschließenden Pyroshow zu vermummen.

Ihren Vorschlag, bei dem alle Klubs der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga einbezogen werden sollen, sehen DFB und DFL nach der bereits vollzogenen Aussetzung von Kollektivstrafen als „weiteren konstruktiven Beitrag zu einer Fortsetzung des wichtigen Dialogs mit einem möglichst breiten Kreis von Fan-Gruppierungen.“