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DFB-Strafe: Hansa-Fans müssen bei zwei Auswärtsspielen draußen bleiben

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 09. August 2017
Quelle: imago

Das DFB-Sportgericht hat den FC Hansa Rostock hart bestraft. Bei zwei Auswärtsspielen dürfen keine Fans aus Rostock anreisen. 

Davon betroffen sind die Partien am 7. Spieltag beim 1. FC Magdeburg und am 12. Spieltag beim FC Carl Zeiss Jena. Darüber hinaus erfolgt ein Gästefanausschluss für zwei weitere Spiele auf Bewährung. Die Bewährungszeit läuft bis zum 30. Juni 2018.

Mit dem Urteil sind zudem mehrere Auflagen verbunden. Zum einen hat der F.C. Hansa Rostock dem jeweiligen Heimverein das komplette Kontingent an Auswärtstickets abzunehmen und den übrigen Mehraufwand zu ersetzen. Darüber hinaus darf Hansa Rostock Eintrittskarten zu ausgewählten Auswärtsspielen nur online, personalisiert und an Vereinsmitglieder verkaufen. Zudem muss der Verein auswärts in Meisterschaft und DFB-Pokal drei bis sechs eigene Ordner einzusetzen.

Darüber hinaus muss Hansa eine Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro zahlen, wovon 5.000 Euro für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwendet werden können.

Das Urteil ist das Ergebnis einer mündlichen Verhandlung, nachdem der Verein gegen das ursprünglich gefällte Urteil Einspruch eingelegt hatte. Im schriftlichen Verfahren hatte das DFB-Sportgericht Hansa Rostock nunter anderem zu einem Zuschauerteilausschluss bei einem Meisterschafts-Heimspiel verurteilt.

„Trotz Wandlung der ursprünglichen Strafe ist das Urteil sehr hart“, erklärt Hansas Vorstandsvorsitzender Robert Marien. „Bei aller Kritik und sicherlich auch oftmals unterschiedlicher Auffassungen wäre es allerdings nicht gerechtfertigt, sich nun auf den DFB einzuschießen. Es ist vollkommen unstrittig, dass Fehlverhalten unserer Fans vorgelegen hat und dies auch eine Strafe nach sich ziehen würde. Zumal es sich bei den Verfehlungen anscheinend um ein vollkommen grundloses Bedürfnis nach Vandalismus handelt! Anders ist es nicht zu erklären, dass in gewisser Regelmäßigkeit sanitäre Anlagen zerstört und in Brand gesetzt werden. Bei allem Ärger über eine erneute Verurteilung durch den DFB darf man auch nie Ursache und Wirkung vergessen.“

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Mit folgenden Vorkommnissen begründet das DFB-Sportgericht sein Urteil: 

In der Partie bei den Sportfreunden Lotte am 11. März 2017 zündeten Rostocker Anhänger im Stehplatzbereich mehrfach Pyrotechnik. Nach dem Schlusspfiff versuchten einige Gästefans aus dem Stehplatzbereich in den Innenraum zu gelangen.

In der Partie beim FSV Zwickau am 20. März 2017 wurde im Rostocker Fanblock mehrfach Pyrotechnik gezündet. Teilweise wurde damit das Spielfeld erreicht, das Spiel wurde daraufhin für etwa drei Minuten unterbrochen. Rostocker Anhänger begaben sich während der 1. Halbzeit zudem auf das Dach der Versorgungsstelle und verblieben dort trotz gegenteiliger Aufforderung bis zum Spielende. Während des Spiels kam es außerdem zu Sachbeschädigungen durch Rostocker Anhänger.

In der Partie beim VfL Osnabrück am 2. April 2017 wurden aus dem Bereich der Rostocker Anhänger Gegenstände in Richtung der Sicherheitskräfte geworfen. Nach dem Spiel kam es zu Sachbeschädigungen durch Rostocker Anhänger.

In der Partie beim 1. FSV Mainz 05 II am 9. April 2017 kam es im Gästeblock zu Sachbeschädigungen und zu Körperverletzungen durch Rostocker Anhänger.

In der Partie bei Holstein Kiel am 6. Mai 2017 kam es im Gästebereich zu Sachbeschädigungen.

In der Partie beim Chemnitzer FC am 20. Mai 2017 wurden im Rostocker Fanblock Banner mit verunglimpfendem Inhalt gezeigt. Im Bereich des Gästeblocks kam es zudem zu Sachbeschädigungen.