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National

DFB macht den K-Block dicht

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 07. November 2016
Quelle: imago

Wegen der Vorkommnisse beim Pokalheimspiel gegen RB Leipzig hat das Sportgericht des DFB Dynamo Dresden hart bestraft.

So muss beim kommenden Heimspiel gegen die SpVgg Fürth der komplette K-Block, die Heimat der aktiven Fans, geschlossen bleiben. Das Sportgericht widerrief damit die Strafaussetzung aus dem letzten Urteil gegen Dynamo Dresden vom 15. Juli 2016, in dem der Zuschauerteilausschluss bis zum 30. April 2017 auf Bewährung ausgesetzt war. Zudem muss der Klub eine Geldstrafe in Höhe von 60.000 Euro zahlen.

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Beim Pokalspiel gegen RB Leipzig hatten Dresden-Fans einen abgetrennten Bullenkopf in den Innenraum geworfen und zahlreiche Spruchbänder mit teils beleidigenden Inhalt gegen den Aufsteiger gezeigt. Zudem waren Gegenstände auf das Spielfeld geflogen. Dabei war der Leipziger Dominik Kaiser in der 82. Minute von einer Münze an der Schulter getroffen worden. Auch weitere Vergehen wie das Zünden von Pyrotechnik in Stuttgart und Heidenheim flossen in das Strafmaß ein.

Die verhängte Strafe empfindet Dyanmo Dresden als „absolut nicht verhältnismäßig“ und will daher wohl Berufung vor dem DFB-Bundesgericht einlegen. „Das Spiel gegen Leipzig ist durch sorgfältige Vorbereitung trotz hoher Brisanz und negativer Prognosen friedlich abgelaufen, die Partie verlief absolut gewaltfrei. Dass einige Spruchbänder und der Bullenkopf grenzüberschreitende Geschmacklosigkeiten waren, haben wir immer gesagt und uns davon auch deutlich distanziert“, so Dynamos Geschäftsführer Michael Born.

Hans E. Lorenz, vorsitzender Richter begründet die Strafe wie folgt: „Das Gericht verkennt nicht, dass das Risikospiel gegen RB Leipzig aufgrund der Bemühungen des Vereins gewaltfrei abgelaufen ist. Gleichwohl zeigen mehrere Fälle nach dem Pokalspiel, dass Dynamo Dresden derzeit aufgrund des Verhaltens Teile seiner Anhänger keine günstige Prognose gestellt werden kann. Daher war der Widerruf der Strafaussetzung zur Bewährung unumgänglich.“

Die Dresdner Polizei teilte darüber hinaus am Montagnachmittag mit, dass, sechs von sieben Tätern, die an dem Bullenkopf-Wurf beim Pokalspiel gegen Leipzig beteiligt waren, identifiziert werden. Damit sind die Ermittlungen in diesem Fall für die Dresdner Polizei abgeschlossen. Die sechs identifizierten Personen im Alter zwischen 16 und 34 Jahren aus Nordsachsen und Südbrandenburg müssen sich nun wegen einer Ordnungswidrigkeit verantworten.