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National

DFB fordert Südtribünen-Sperrung

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 10. Februar 2017
Quelle: imago

Nach den Vorfällen beim Heimspiel gegen RB Leipzig fordert der Kontrollausschuss des DFB die komplette Sperrung der Südtribüne in einem Bundesligaspiel und 100.000 Euro Geldstrafe für Borussia Dortmund. Einen entsprechenden Antrag hat das Gremium heute dem BVB zugestellt.

Bereits nach dem Pokalfinale 2016 hatte der DFB den Verein mit einer Schließung des Unterrangs der Südtribüne auf Bewährung bestraft. Nach den neuerlichen Vorkommnissen will der Kontrollausschuss diese Bewährung nun aufheben und die Sperre zusätzlich auf den Oberrang ausweiten, womit die komplette Südtribüne gesperrt wäre. Betroffen wäre das Bundesligaspiel, das auf die Rechtskraft eines möglichen Sportgerichtsurteils folgt. Darüber hinaus beantragt der Kontrollausschuss eine Geldstrafe für Borussia Dortmund in Höhe von 100.000 Euro.

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Dr. Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, sagt dazu: „Eine derartige Verunglimpfung und Diffamierung von einzelnen Personen und Vereinen durch Transparente und Schmähgesänge ist nicht hinnehmbar und muss konsequent sanktioniert werden. Dasselbe gilt auch für den Einsatz von Pyrotechnik. In beiden Punkten gab es gravierendes Fehlverhalten von Teilen der Dortmunder Zuschauer, das ein massiveres Eingreifen der DFB-Organe erfordert.“

Neben den Vorfällen beim Heimspiel gegen Leipzig will der Kontrollausschluss auch das Zünden von Pyrotechnik in Mainz sowie „Schmähgesänge“ in Hoffenheim und ein „beleidigendes Banner“ beim Hinspiel in Leipzig sanktionieren. Keinen Zugriff hat die Sportgerichtsbarkeit des DFB auf die Vorfälle, die sich beim Heimspiel gegen Leipzig außerhalb der Stadien zugetragen haben.

Borussia Dortmund hat nun bis Montagmittag Zeit, um sich zum Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses zu äußern. Stimmt der Verein dem Antrag zu, mündet dieser anschließend in ein rechtskräftiges Urteil des DFB-Sportgerichts. Wird dem Antrag nicht zugestimmt, so wird dieser dem DFB-Sportgericht zur Entscheidung vorgelegt.