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National

DFB droht mit knallharten Sanktionen gegen 1. FC Köln

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 19. März 2014
Quelle: imago

Der DFB hat eine drakonische Strafe gegen den 1. FC Köln verhängt und gleichzeitig mit weiteren Konsequenzen gedroht. Der Zweitligist muss 50.000 Euro an den Verband zahlen sowie 30.000 Euro an eine Einrichtung, die zur Gewaltprävention und Ermittlung von „Tätern“ bei den Heimspielen der Rheinländer beiträgt. So weit, so zuletzt beinahe auch in dieser Größenordnung üblich.

Neu ist jedoch, was die Verantwortlichen an der Otto-Fleck-Schneise in den weiteren Punkten verordneten: Der „Effzeh“, respektive seine Zuschauer, werden zu neun Monaten auf Bewährung verknackt. Sollte es innerhalb dieses Zeitraumes zu einem „schwerwiegenden Wiederholungsfall“ kommen, muss der Zweitligist zwei Spiele unter Teilausschluss der Öffentlichkeit austragen. Im Klartext: Die Stehplätze der Heimfans bleiben geschlossen.

Viele Anklagepunkte gegen den 1. FC Köln

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Die Liste mit Vorwürfen gegen den 1. FC Köln ist lang. In der Mitteilung des DFB heißt es:

„Insbesondere im Rahmen des Kölner Zweitligaderbys bei Fortuna Düsseldorf am 22. Dezember 2013 war es vermehrt zu Vorkommnissen mit Kölner Zuschauern gekommen. Schon vor Spielbeginn gab es Böller- und Flaschenwürfe, wurden Ordner im Eingangsbereich überrannt, Bengalische Feuer in Richtung Düsseldorfer Anhänger und Sitzschalen in andere Zuschauerblöcke geworfen. Zudem wurde eine Leuchtrakete in den Düsseldorfer Block geschossen. Während der Partie wurden Bengalische Feuer und Knallkörper gezündet, ferner Feuerzeuge, Plastikbecher und eine kleine Schnapsflasche in Richtung Spielfeld und Schiedsrichter-Assistent geworfen.

Kleinere Gegenstände waren auch beim Zweitligaauswärtsspiel des FC beim SC Paderborn am 10. August 2013 aus dem Kölner Zuschauerblock aufs Spielfeld geflogen. Vorkommnisse mit Pyrotechnik gab es außerdem mehrfach während des DFB-Pokalspiels bei Eintracht Trier am 3. August 2013 (Spielunterbrechung für etwa eine Minute) und während des Zweitligaheimspiels gegen den SC Paderborn am 9. Februar 2014, als ein detonierter Knallkörper Zuschauer verletzte. Vor dem Zweitligaspiel beim VfL Bochum am 10. November 2013 verschafften sich ferner etwa 50 Kölner Zuschauer unkontrolliert Zugang zum Stadion.“

Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt. Es ist damit rechtskräftig.