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National

DFB bestraft Kein-Zwanni-Protest

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 08. Juli 2016
Quelle: imago

Das Sportgericht des DFB hat Borussia Dortmund wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger in vier Fällen zu einer Geldstrafe in Höhe von 75.000 Euro verurteilt. Zudem droht ein Bundesliga-Heimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit. 

Mit dem Urteil bestraft das Sportgericht unter anderem den Protest der „Kein Zwanni“-Kampagne beim Pokalspiel in Stuttgart im Februar dieses Jahres. Um auf die hohen Ticketpreise beim VfB Stuttgart aufmerksam zu machen, hatten BVB-Fans Tennisbälle auf das Spielfeld geworfen und so für eine kurzzeitige Spielunterbrechung gesorgt.

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Darüber hinaus sanktionierte das Sportgericht das Abrennen von Pyrotechnik durch BVB-Fans beim Pokalfinale sowie bei den Bundesligaspielen in Leverkusen und München. Auch ein Blocksturm beim Pokalfinale sowie das Werfen von Bierbechern flossen in das Urteil ein.

Die Vollstreckung des Zuschauer-Teilauschlusses wird zur Bewährung ausgesetzt und erfolgt nur dann, wenn es innerhalb der Bewährungszeit bis zum 31. Mai 2017 zu einem schwerwiegenden Wiederholungsfall kommt. Für den möglichen Vollzug macht das Urteil klare Vorgaben: So muss in diesem Fall beim darauffolgenden Bundesliga-Heimspiel der Unterrang der Südtribüne (Stehplatzbereiche 10 bis 15) geschlossen bleiben. Zudem dürfen dort auch keine Banner, Plakate oder Transparente aufgehängt werden.

Der Verein hat das Urteil bereits akzeptiert, es ist damit rechtskräftig.