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National

DFB bestraft 1860 mit Geisterspiel

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 25. Juli 2017
Quelle: imago

Nach den schweren Zuschauer-Vorkommnissen im Relegationsrückspiel gegen Jahn Regensburg und weiteren Vorkommnissen bei fünf anderen Partien hat das DFB-Sportgericht den TSV 1860 München zu einem Meisterschaftsspiel unter vollständigem Ausschluss der Öffentlichkeit („Geisterspiel“) verurteilt.

Beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg II am 1. August 2017 müssen demnach sämtliche Zuschauerbereiche geschlossen bleiben. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig.

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In den letzten zehn Minuten des Relegationsrückspiels gegen Regensburg hatten Münchner Zuschauer versucht, den Platz zu stürmen, was von der Polizei verhindert werden konnte. Die Begegnung musste für eine Viertelstunde unterbrochen werden. Während und nach der Unterbrechung wurden zahlreiche Gegenstände wie etwa Fahnenstangen, Bierbecher und herausgerissene Sitzteile auf das Spielfeld geworfen.

Schon im Relegationshinspiel bei Jahn Regensburg am 26. Mai 2017 hatten Löwen-Fans Pyrotechnik gezündet und teilweise auf das Spielfeld geworfen. Zudem flogen Becher aus dem Gästeblock Richtung Rasen.

Pyrotechnische Vorkommnisse gab es darüber hinaus während der Zweitligaspiele bei Fortuna Düsseldorf am 31. März 2017, bei Erzgebirge Aue am 9. April 2017, bei Dynamo Dresden am 5. Mai 2017 und beim 1. FC Heidenheim am 21. Mai 2017.

„Wir haben das Urteil des DFB akzeptiert“, erklärte Löwen-Geschäftsführer Markus Fauser. „Es ist schade, dass wir gegen den Club auf die wahnsinnig positive Unterstützung unserer Fans, die wir in unseren ersten beiden Spielen erfahren haben, verzichten müssen. Ich wünsche mir, dass wir in Zukunft nur noch vor vollen Rängen spielen. Solche Ereignisse wie im Relegationsrückspiel gegen Regensburg wollen wir nicht noch einmal erleben, denn sie sind nicht nur mit einem großen wirtschaftlichen, sondern auch mit einem riesigen Image-Schaden verbunden.“