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National

„Der Verein gehört seinen Mitgliedern und Fans“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 21. Januar 2016
Quelle: imago

In ihrer Rubrik „Volkssport Fußball“ macht sich die Südkurve Köln Gedanken um die 50+1-Regel und den Einfluss von Investoren im deutschen Fußball.

Dabei beleuchtet der Dachverband der aktiven Kölner Fanszene auf seiner Webseite insbesondere die Rolle des jordanischen Investors Hasan Ismaik beim Zweitligisten 1860 München. Die Südkurve kritisiert, dass sich der Verein in eine starke Abhängigkeit Ismaiks begeben habe: „De facto ist der Verein handlungsunfähig und ein Neustart hängt einzig und allein am Wohlwollen des Investors“, heißt es im Text des Dachverbands.

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„Unter dem Strich steht in diesem Szenario die völlige Aufgabe der Selbstbestimmung. Eine solche zukünftige Perspektive kann für einen Fußballverein kaum wünschenswert sein. An dieser Stelle sei auch darauf verwiesen, dass es keinen Unterschied macht woher ein Investor oder seine Millionen kommen. Wenn die Anteile einmal veräußert sind, wird es nur schwerlich möglich sein, eine Unabhängigkeit zu bewahren. Eine Garantie für die Loyalität eines Investors gibt es nicht“ gibt die Fan-Organisation zu bedenken.

Für mitgliederstarke Traditionsvereine werde es immer schwieriger, mögliche Investments auszuschlagen, da die 50+1-Regel von anderen Vereinen bereits umgangen werde. Dass auch Kölns Sportdirektor Jörg Schmadtke mittelfristig den Einstieg eines Investors beim FC nicht ausschließt, versetzt die Fans in Sorge. „Ein Thema, welches uns zukünftig mehr denn je beschäftigen wird“, fürchtet die Südkurve und betont: „Der Verein gehört seinen Mitgliedern und Fans. Eine häufig verwendete Aussage, die es langfristig zu sichern gilt!“

Hier geht es zum vollständigen Text der Südkurve Köln.