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National

„Der hat ja mehr Aufkleber, als ich in meiner Vergangenheit Autos gehabt habe“

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 11. September 2014
Quelle: imago

Peter Neururer mag es mitunter markig, aber der Trainer des VfL Bochum wird gewusst haben, dass er sich mit seinen Aussagen über RB Leipzig beim Aufsteiger keine neuen Freunde gemacht hat. „Was Red-Bull-Inhaber Didi Mateschitz und Sportdirektor Ralf Rangnick da machen, machen sie sehr gut. Nur was gemacht wird, finde ich zum Kotzen. Das ist ein Konstrukt mit rein wirtschaftlichen Interessen im Hintergrund“, polterte der 59-Jährige in der Sport-Bild. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.

Dass auf der turnusmäßigen Pressekonferenz in Leipzig vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig das Thema aufgegriffen werden würde, konnte sich Leipzigs Trainer Alexander Zorniger ausrechnen. Entsprechend gefasst reagierte er auf die Bitte, Neururers Einlassung zu kommentieren:“Es ist schon opportun. Wenn er wieder mal vor seiner Fankurve steht, dann muss er sicher keine Angst haben, dass er für diese Aussage gegen RB ausgebuht wird. Deswegen mache ich mir da nicht so viele Gedanken. Er ist ein eigener Typ, das finde ich auch ganz gut. Er fühlt sich wohl, dort wo er arbeitet, nachdem er lange Jahre von Vereinen aus der ersten und zweiten Liga die Möglichkeit dazu nicht gekriegt hat. Daher: alles gut.“

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Eine kleine Spitze konnte sich Zorniger im Nachgang dann aber nicht verkneifen und merkte an: „Wenn er irgendwo auftritt, ist er ja auch nicht gerade kommerzfrei. Der hat ja mehr Aufkleber, als ich in meiner Vergangenheit Autos gehabt habe“, meinte Zorniger in Anspielung auf Werbeembleme, die Neururer am Jackett zu tragen pflegt.“ Ob das nun aber die Art von Vermarktung ist, auf die Neururer abgezielt hat, darüber darf man streiten.

 

ak