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National

Der „Club“ ist Meister des Stadionhefts

Autor: peter Veröffentlicht: 29. April 2014
Quelle: imago

In der letzten Woche wurde das Nürnberger Stadion-Magazin  zum besten Stadionheft der Saison gekürt – zum vierten Mal in Folge. Was macht die Redaktion des CLUB MAGAZINs so gut? Wir haben nachgefragt: Sowohl beim Gründer und Jurymitglied von stadionheft.de, als auch der Leiterin des CLUB MAGAZINs.

„Es ist eine schöne Bestätigung unserer Arbeit“, freut sich Katharina Wildermuth, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des 1. FC Nürnberg und hauptverantwortlich für das CLUB MAGAZIN. Doch wie schafft man es, ein gutes Stadionheft zu produzieren und gleich vier Jahre hintereinander als Nummer eins ausgezeichnet zu werden?

Am ehesten kann die Jury von stadionheft.de beantworten, nach welchen Kriterien die Stadionhefte bewertet werden. „Wichtig ist eine regelmäßige Erscheinungsweise. Dann gibt es, was die Inhalte angeht, viele Ansatzpunkte. Eine ansprechende Aufmachung ist das Mindeste. Auch das Format spielt für den Fan eine entscheidende Rolle. Ein DIN-A5-Format ist im Stadion einfacher zu händeln als DIN A4. Angebracht ist auch eine Gegner-Vorberichterstattung mit Interviews. Zudem nimmt der Statistikteil mehr und mehr eine obligatorische Rolle ein. So auch eine Rubrik für die Jugend und die U23-Mannschaft des Vereins. Was dem Fan am Wichtigsten ist, und das ist das oberste Kriterium: dass eine Kontinuität entsteht“, erklärt Marcel Dußling, der stadionheft.de ins Leben gerufen hat.

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Kontinuität scheint das Zauberwort zu sein. Deswegen ist der HSV im Ranking auch böse abgerutscht. Laut Dußling verpacken die Verantwortlichen beim HSV die Hauptberichterstattung in einem Monatsmagazin, im Stadion wird nur noch eine abgespeckte Alternative angeboten. „Das hat mich mich überrascht. Der HSV konnte es bislang immer unter die ersten Drei schaffen. Doch bei den Heimspielen wird nur noch ein Prospekt mit den nötigsten Informationen angeboten. Das Monatsmagazin hingegen ist gar nicht im Stadion verfügbar“, bedauert der selbstständige Diplom-Ingenieur und VfB-Stuttgart-Fan.

„Ein Stück weit interessanter, besser und spannender“

Wildermuth selbst sieht die Stärke des CLUB MAGAZINS im praktischen DIN-A5-Format aber weiß auch um die inneren Werte. „Es ist gut strukturiert und zusammen mit der sehr guten Gestaltung gibt es sozusagen einen rot-schwarzen Faden, der einen leicht durch das Heft hindurchführt“, erzählt die „Clubberin“ und fügt hinterher: „Wir haben das Ziel, das Heft jedes Jahr aufs Neue noch ein Stück weit interessanter, besser und spannender zu gestalten. Wir setzten uns alle im Team zusammen und überlegen, wie wir uns auf dem hohen Niveau noch weiter verbessern können und so versuchen wir, jedes Jahr neue Dinge in das Heft hineinzubringen.“

Beispiele für „neue Dinge“ hat sie genug: „In diesem Jahr haben wir unsere kleine Fußballschule mit aufgenommen.“ Dabei handelt es sich um eine Art Fußballlexikon, im dem taktische Details oder Regeln erklärt werden, die vielleicht nicht jedem geläufig sind. „Wir haben auch mal unsere Fußballprofis gebeten, uns deren erstes Fußballfoto auszuhändigen. Die haben wir dann veröffentlicht.“ Dieselben Profis durften sogar in die Rolle eines Journalisten schlüpfen: „In der Regel werden die Spieler ja interviewt, wir haben aber den Spieß mal umgedreht und unsere Profis gebeten, Fragen zu stellen. Dabei sind interessante Sachen rumgekommen. Zum Beispiel, dass unser Torjäger Josip Drmic unserem Sportvorstand Martin Bader Fragen gestellt hat.“

Auch die Nähe zu den Fans zeichnet das Nürnberger Stadionheft aus. In der Rubrik Fanblock dürfen sich „Club-Fans im Exil“ porträtieren. „Wir haben einen Fanclub in Thailand aber auch in Großbritannien und in Südafrika. Die schicken uns ihre Bilder und erzählen davon, warum sie Clubberer sind.“ Von neuen Ideen will Wildermuth aber vermutlich noch nicht zu viel erzählen. Schließlich gibt es wieder einen Titel zu verteidigen.