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National

Dauer-Tinnitus und Hörgerät: 20.000 Euro Schmerzensgeld?

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 16. November 2014
Quelle: imago

Der Vorfall datiert vom Oktober 2012, doch noch heute leidet ein Borussia-Mönchengladbach-Fan unter den Nachwirkungen eines Böllerwurfs, hört einen Dauer-Tinnitus, muss ein Hörgerät tragen. Borussia Mönchengladbach soll dem Mann nun Schmerzengsgeld zahlen.

Laut Medienberichten hat das Landgericht Mönchengladbach den Bundesligisten zur Zahlung von Schmerzensgeld und Schadensersatz verurteilt, da der Klub seiner Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sei. Der Vorfall ereignete sich beim Europa-League-Spiel gegen Olympique Marseille. Video-Aufnahmen dokumentieren, dass die französischen Fans insgesamt 26 Böller gezündet und zum Teil in Richtung der heimischen Fans geworfen haben.

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Zwar führte Borussia Mönchengladbach die üblichen Einlasskontrollen durch, da es den Gäste-Anhängern aber gelang, eine derart große Menge an Feuerwerkskörpern ins Stadion zu schmuggeln, habe der Verein offensichtlich nicht genau genug kontrolliert.

Bislang soll das Gericht nur grundsätzlich entschieden haben, dass der Kläger einen Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld hat. Ob die Gladbacher tatsächlich 20.000 Euro berappen müssen, ist damit noch nicht entschieden. Borussia Mönchengladbach hat Einspruch gegen das Urteil eingelegt.