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„Das wohl mieseste Derby seit Gedenken“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 01. Dezember 2016
Quelle: imago

Das Nordderby zwischen dem Hamburger SV und dem SV Werder Bremen verlief für die Fanszene des SV Werder Bremen alles andere als zufriedenstellend. Das lag nicht nur an der einmal mehr bescheidenenen Vorstellung auf dem Rasen, sondern auch an zahlreichen Restriktionen und Einschränkungen.

So schickte die Polizei 238 Bremer Fans bereits während der Anreise nach Hamburg zurück in die Heimat. Doch auch die Ultras der Wanderers Bremen, die es immerhin bis ins Stadion schafften, bezeichnen das Derby auf ihrer Homepage als das „wohl mieseste seit Gedenken“.

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Grund dafür ist vor allem eine geplante Choreo, die die Wanderers im Gästeblock des Volksparkstadions zeigen wollten. Offenbar gelangten nach der Sicherheitsbesprechung vor dem Derby Details der geplanten Aktion in die Hände der Hamburger Fanszene – für die Bremer Ultras ein absolutes No-Go.

Zudem sollten sich die Wanderers Bremen mit weiteren fragwürdigen Restriktionen abfinden. So genehmigte der HSV lediglich 1.500 der 3.000 angemeldeten Luftballons. Darüber hinaus sagte die Bremer Fanbetreuung selbst das Abhängen der Seiten des Stehbereichs ab.

All dieses Restrikitionen sowie ein anderthalbstündiger Polizeikessel am Hamburger Hauptbahnhof führten bei den Ultras letzten Endes zu der Entscheidung, die geplante Choreo nicht durchzuführen. „Für den mangelnden Support durften sich alle Anwesenden später bei sich selbst und der unterirdischen Mannschaftsleistung bedanken“, lautet die ernüchternde Bilanz der Wanderers Bremen.