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National

Das Gegenteil von Boykott

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 10. November 2014
Quelle: imago

Das Überraschungsmoment ist allemal auf ihrer Seite. Wie auch immer RB Leipzigs Heimspielgegner heißt – auf einen mehr oder weniger strikt durchgeführten Boykott oder zumindest eine lautstarke Protest-Aktion der auswärtigen Fans konnten sich die Sachsen zuverlässig einrichten. Die Fanszene des FC St. Pauli allerdings nähert sich dem Auswärtsspiel am übernächsten Sonntag, ohne dass von beidem die Rede wäre.

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Im Gegenteil! Schon in der letzten Woche meldeten die Hamburger „ausverkauft“. Alle 4.300 Karten für den Gästesektor sind seit Tagen restlos vergriffen. Mit einigen Tickets für angrenzende Plätze, die Pauli-Anhänger wohl noch ergattern dürften, können sich die „Roten Bullen“ also vielleicht sogar auf 5.000 Gäste einrichten.

Was genau die aber im Schilde führen, bleibt bislang nebulös. Es wäre schon ein wenig überraschend, wenn ausgerechnet eine der kreativsten und meinungsfreudigsten Fangruppen des Landes den Anlass eines Auswärtsspiels in Leipzig ohne zumindest ein Statement verleben würde. Spekulationen heizt das allemal an: Möglicherweise ist die auffällig leise Debatte um den Umgang mit diesem Spiel nur die Ruhe vor dem Spieltag, vielleicht sind die Meinungen in der Fanszene aber auch zu indifferent, um eine gemeinsame Linie festzuzurren. Eventuell ist der Run auf die Tickets und das Ausbleiben der öffentlichen Debatte sogar nur ein Indiz dafür, dass RB Leipzig mehr und mehr zum Alltag in Liga zwei wird. Man darf gespannt sein.

5 Responses to “Das Gegenteil von Boykott”

  1. Ulrich Hansbuer sagt:

    Hi Fans,

    fragt mal bei den Hertha Fans nach KKR, der „Heuschrecke“ die Arbeiter entläßt, fragt bei Ingoldstafdt nach Audi, fragt bei Dortmund nach den Gesellschaftern, wer im Vereins die Kohle gibt, ihr Naivlinge – das Leben ist nun mal so und wir sind froh dass wir in Leipzig und im Osten ein tolles Jugendleistungszentrum haben, das wir friedliche, begeisterungsfähige tolle Fans haben, dass ich mit meiner Familie und kleinen Kindern ins Stadion gehen kann ohne Phyro-Idioten, die das Spielfeld vernebeln und nur auf Randale aus sind – auch wir sind Fußball-Fans und wir wollen Leipzig siegen sehen….Danke an Red Bull
    Gruß aus dem Osten

  2. naivling sagt:

    Du bist also der Meinung wir wären naiv? Gut das sei mal so dahin gestellt, kann sogar durchaus sein. Aber Du bist doch derjenige der der Propaganda von Red Bull aufgesessen ist. Es mag ja schön scheinen, dass der Ostfussball wieder erweckt wurde, aber zu welchem Preis.
    Tollen Fußball gegen Identität? Werbeverein anstatt Verein mit Seele und dafür ohne Mitbestimmung? War es das wert? Und müssen Kinder in den anderen Stadien Deutschlands Angst um ihre Gesundheit haben?Ich würde meinen Standpunkt mal hinterfragen, denn der Ostfussball und die Stadt Leipzig ist Red Bull vollkommen egal.
    In diesem Sinne viel Spaß beim Brausefussball und als Vermarktungsobjekt

  3. Uwe sagt:

    Schaut man sich die Kommentare auf den jeweiligen Foren an, so kommt man nicht umhin zu sagen – hier wird Toleranz und Respekt vor dem kommenden Spiel gross geschrieben. Respekt an beiden Vereinsforen!

  4. Niels sagt:

    warum ich nach leipzig fahren werde?
    ich will meinen verein supporten und nach möglichkeit punkten sehen.
    respekt vor rb habe ich mit sicherheit nicht und werde ich auch niemals haben.ich verabscheue dieses kontrukt.
    trotzdem begebe ich mich nicht auf das niveau vieler anderer szenen und bepöbel im gossenslang rb’ler.
    mir tun diese leute eher leid, dass sie sich freiwillig diesen künstlichen mist reinziehen.

    würde ich, warum auch immer, nach leipzig ziehen müssen, wäre mein „zweitverein“ definitiv chemie leipzig.

  5. naivling sagt:

    @niels
    Bin genau deiner Meinung .
    Frei nach den 1860 fans: schlimmer als eine dumme idee sind die menschen die ihr folgen.
    Forza SGE
    Nein zu RB

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