Anzeige

National

Darmstadt spielt ab sofort im „Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 05. September 2016
Quelle: imago

Der SV Darmstadt 98 spielt ab sofort im „Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor“. Das Unternehmen Merck, seit 2014 Inhaber der Namensrechte, verzichtet in der laufenden Saison auf seine Nennung im Stadionnamen, um das Lebenswerk von Jonathan Heimes zu würdigen und die gemeinnützige Gesellschaft „DUMUSSTKÄMPFEN“ zugunsten krebskranker Kinder zu unterstützen.

Zustandegekommen ist die Aktion auf Initiative von Jonathans Vater, Martin Heimes, langjähriger Mitrbeiter bei Merck. „Das ist eine einzigartige Aktion, die wir nur unterstützen können“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch im Namen der Stadt Darmstadt als Stadionbetreiber auf der Vereinshomepage. Die Umbenennung dokumentiere, wie viel Herz und Respekt Jonathan Heimes auch nach seinem Tod entgegen gebracht werde.

Jonathan – genannt „Johnny“ – Heimes war im März dieses Jahres im Alter von nur 26 Jahren an Krebs gestorben. Mit einer bewegenden Choreografie hatten die Darmstadt-Fans damals Abscheid von einem großen Kämpder genommen.

Anzeige

Bereits im Alter von 14 Jahren entdeckten Ärzte bei Johnny einen Hirntumor. Seitdem kämpfte der ehemalige hessische Tennismeister und glühende Lilien-Fan gegen den Krebs – jedoch nicht für sich allein, sondern für alle an Krebs erkrankten Kinder. Mit dem Verkauf von blau-weißen „Du muss kämpfen!“-Armbändern kamen dabei über 350.000 Euro zusammen.

Auch die Bundesliga-Mannschaft des SV Darmstadt 98 freut sich darauf, in „Jonathans Wohnzimmer“ zu spielen, wie Kapitän Aytac Sulu sagt: „Das ist schon eine Motivationshilfe für uns. Wir wollen erneut die Liga halten, bei dieser Aufgabe wird uns diese Verbindung mit Johnny zusätzlich pushen.“ Sulu rechnet damit, dass die Fans die Umbenennung genauso freuen wird wie ihn: „Denn jeder Darmstädter, der sich mit uns identifiziert, identifiziert sich auch mit Jonathan.“

Die Vereinsspitze des SV Darmstadt 98 begrüßte die Umbenennung ebenfalls. „Jonathan war einer der starken Begleiter des Darmstädter Erfolgs“, erklärte Präsident Rüdiger Fritsch. „Trotz seiner Erkrankung hat Jonathan der Mannschaft immer wieder viel Energie gegeben.“

Nicht nur der Mannschaft, auch den Fans bedeutet Jonathan, der sich für Kranke und seinen Lieblingsverein, den SV 98 eingesetzt hat, sehr viel. „Es ist eine tolle Geschichte, dass unser Stadion seinen Namen bekommt“, so Fanbeauftragter Alexander Lehné.