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National

Crowdfunding als Krisenlösung

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 16. Mai 2014
Quelle: imago

Der VfL Osnabrück bangt noch um seine Lizenz für die Dritte Liga. Sollten die finanziellen Bedingungen nicht mithilfe der Stadt erfüllt werden können, wagt man sich in Niedersachsen auf komplett neues Terrain.

Zu den Lizenz-Auflagen gehört auch ein sogenannte Liquiditätsreserve, die beim DFB bis zum 27. Mai zu hinterlegen ist. Von diesen knapp 1 Mio. Euro fehlen den Osnabrückern, die 2012 aus der zweiten Liga abgestiegen sind, noch rund 400.000 Euro. Um diesen Betrag stemmen zu können, beantragten die Verantwortlichen ein Aussetzen von Stadionpacht und weiteren Zinsen beim zuständigen Stadtrat. Die Entscheidung fällt dieser dann am kommenden Dienstag.

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Sollte der Antrag abgelehnt werden, gibt es bereits Pläne für ein sogenanntes „Crowdfunding“. Dabei haben Fans wie Sponsoren die Gelegenheit, die offene Summe gemeinsam in der Form eines verzinsten Darlehens aufzubringen. Dabei sind auch noch weitere Anreize denkbar, um möglichst viele Teilnehmer zu finden. Organisiert wird eine solche Schwarmfinanzierung über eine entsprechendes Online-Plattform.

Es wäre das erste Mal, dass das hierzulande ohnehin noch recht junge Finanzierungssystem im deutschen Profifußball eingesetzt wird. Etablierter ist diese Variante bereits in Bereichen der Wirtschaft oder Kultur.