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National

Cottbus greift durch: Erscheinungsverbot für weitere Fangruppe

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 21. März 2017
Quelle: By Sane (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Während des Spiels bei Budissa Bautzen am Sonntag zündeten Fans des FC Energie Cottbus massiv Pyrotechnik und sorgten damit für eine 15-minütige Spielunterbrechung. Der Verein zieht nun drastische Konsequenzen. 

Nach Auswertung der ersten Erkenntnisse hat der Verein entschlossen, das seit Juni 2013 bestehende Erscheinungsverbot für die Gruppierung „Inferno Cottbus“ auf deren Nachwuchsgruppe „Unbequeme Jugend Cottbus“ auszuweiten. Wie der Verein mitteilt, ist jegliche Symbolik der Gruppe ist mit sofortiger Wirkung im Stadion der Freundschaft verboten.

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Bei Zuwiderhandlungen will der Klub von seinem Hausrecht Gebrauch machen und anschließend Strafanzeigen stellen. Gleichzeitig will der FC Energie am Dialog festhalten und ist mit der Bitte um eine Terminvereinbarung mit Vertretern der Gruppierung an das Fanprojekt Cottbus herangetreten.

Darüber hinaus kündigt der Verein an, die Eintrittspreise für die letzten drei Heimspiele der Saison um einen Euro zu erhöhen. So will der Klub die zu erwartende Verbandsstrafe auffangen und weitere Sicherheitsmaßnahmen finanzieren. „Uns ist absolut bewusst, dass diese Maßnahme am Ende diejenigen Energiefans trifft, die nichts mit diesen Aktionen zu tun und das deutliche Zeichen gegen die Störenfriede gesetzt haben. Im Sinne unseres Vereins und des gemeinsamen Schulterschlusses gegen das Inferno Cottbus und die Unbequeme Jugend, die scheinbar den Verein wirtschaftlich absichtlich schaden wollen vom einhergehenden Imageschaden ganz zu schweigen, müssen wir diese Maßnahme ergreifen“, so Präsident Michael Wahlich.

Das Inferno Cottbus hatte der Verein bereits im Juni 2013 wegen „wiederholter antisemitischer Zeichen“ mit einem Erscheinungsverbot belegt.