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National

Freiburger Ultras boykottieren Allianz-Arena

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 22. Januar 2014

Die Ultra-Gruppe „Corillo Freiburg“ hat angekündigt, das Spiel des SC Freiburg beim FC Bayern München wie schon im letzten Jahr zu boykottieren. Grund für das Fernbleiben beim Gastspiel in der Allianz-Arena sind laut Corillo unter anderem eine nicht gerechtfertigte und unfaire Preispolitik des Rekordmeisters, schlechte Bedingungen für Gästefans sowie Repressionen des Vereins gegenüber kritischen Stimmen in der Heimfankurve.

Weder Schwenkfahnen noch Megaphon sind im Gästeblock der Allianz-Arena erlaubt. Unter diesen Bedingungen sei eine vielfältige, laute und kreative Unterstützung der Mannschaft nicht möglich. Auch die Lage des Gästblocks in der Ecke der Oberränge ermögliche keine gute Unterstützung der Gastmannschaft. Desweiteren kritisiert die Fangruppe umstrittene Nacktkontrollen beim Einlass in der Allianz-Arena, welche auch schon im Zuge der „12:12“-Aktion kontrovers diskutiert wurden.

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Auch die Kartenpreise für Gästefans seien laut Angaben der „Corillo“ unverhältnismäßig. „Von den über 70.000 Plätzen wird nur ein kleiner Teil für unter 20 Euro angeboten“, erklärte die Gruppe.

Gleichzeitig solidarisieren sich die Freiburger mit den Münchner Fans. Die Gruppe kritisierte den Umgang der Bayern-Funktionäre mit den Fans in der Südkurve. Kritische Stimmen würden unterdrückt und müssten Repressionen fürchten.

Wie schon beim letzten Auswärtsspiel der Breisgauer in München wird die Corillo Freiburg das Spiel in den Räumlichkeiten des Freiburger Fanprojekts verfolgen. „Uns ist bewusst, dass wir mit unserem Boykott in München nichts verändern werden. Wir wollen jedoch Aufmerksamkeit für dieses Thema schaffen und hier in Freiburg alle Fans und Verantwortliche dafür sensibilisieren.“, betont die Ultragruppe des Sportclubs.

Komplettes Statement der Corillo: www.corillo.org