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National

Commando Cannstatt kritisiert BILD-Zeitung

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 30. August 2017
Quelle: Cannstatter Kurve

„Liebe BILD: Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!“ Mit diesem Spruchband kritisierten die Ultras des Comanndo Cannstatt beim Heimspiel gegen Mainz die Berichterstattung der BILD-Zeitung.

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In den vergangenen Wochen hatte das Blatt eine regelrechte Kampagne gegen die deutsche Ultraszene gefahren. „Man wird das Gefühl nicht los, dass Julian Reichelt (BILD-Chefredakteur, d. Red.) aktuell mal wieder in seinen persönlichen Kampf gegen Ultras zieht“, heißt es in einer Mitteilung des Commando Cannstatt. Das Zitat von Bertold Brecht auf ihrem Spruchband sollte laut der Grupppe „die Frage aufwerfen, ob Unwissenheit oder Bösartigkeit die Triebfeder einer solchen Kampagne sind.“

Darüber hinaus kritisieren die Ultras, die Ankündigung von Julian Reichelt, vermeintliche „Gewalttäter in den Kurven klar identifizierbar“ auf Fotos zu veröffentlichen. „Wenn ein Presseorgan die in unserem Land herrschende Gewaltenteilung ignoriert und sich als Polizei, Staatsanwalt und Richter in Personalunion aufspielt, läuft gewaltig was schief. Die Unschuldsvermutung und der Schutz von Persönlichkeitsrechten rücken in den Hintergrund, Menschen sollen diskreditiert werden und die Zerstörung von persönlichen Existenzen wird billigend in Kauf genommen“, so das Commando Cannstatt.

„Möglicherweise ist der gute Herr Reichelt ja noch etwas getroffen, dass die heuchlerische „Wir helfen“-Kampagne vor zwei Jahren von den Kurven dieses Landes als genau das angeprangert und abgelehnt wurde, was sie war und womit die BILD seit Jahren ihr Geld verdient: verlogener, populistischer Müll!“