Anzeige

National

Club-Fans trotzen Choreo-Verbot erneut

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 17. Dezember 2015
Quelle: imago

Für das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen Hertha BSC galt für die Fans des 1. FC Nürnberg zum letzten Mal in diesem Jahr ein Choreografie-Verbot im eigenen Stadion. Doch wie schon einige Male zuvor sorgten die Club-Anhänger in der Nordkurve trotzdem für ein einheitliches Bild. 

Unter dem Motto „ein einzelner Fanschal macht noch keine Choreo, 3.500 Fanschals dagegen schon“, hatten die Ultras Nürnberg vor der Partie zahlreiche Seidenschals in der Nordkurve verteilt. Damit sorgten sie zum Einlaufen der Mannschaften für ein optisch ansprechendes Intro. Die Schals waren dabei mit dem Spruch „Mehr Träume als die Realität zerstören kann“ bedruckt. Dieser fand sich auch im Großformat über dem Block der Ultras auf einer neuen Zaunfahne. Für zusätzliche Freude bei den Club-Fans sorgte Vereinsikone Javier Pinola, der mit seinem Sohn ins Stadion gekommen war, um den nach ihm benannten Block 31 einzuweihen.

Anzeige

Verabschiedung „Pino“Gestern wurde „Pino“ die Ehre zu teil, dass Block 31 nach ihm benannt wurde. Anschließend gab’s noch die Ehrenrunde.

Posted by 1. FC Nürnberg on Donnerstag, 17. Dezember 2015

Bereits in mehreren Spielen zuvor hatten die Anhänger des 1. FC Nürnberg durch kleinere Aktionen mit erlaubten Materialien für optische Akzente in der Kurve gesorgt und somit dem Choreo-Verbot des Vereins getrotzt. Das Verbot resultiert aus einer DFB-Strafe für eine Choreografie vor dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf, bei der die FCN-Fans bunten Rauch gezündet hatten. Um eine höhere Geldstrafe zu umgehen, hatten sich Verein und Verband damals auf ein Verbot jeglicher weiterer Aktionen bis Jahresende geeinigt.

Die Fans von Hertha BSC zündeten im Anschluss an den Führunsgtreffer zum 1:0 ihrer Mannschaft Bengalos und Raketen im Gästeblock. Auch als die Mannschaft nach dem Spiel den 2:0-Sieg und somit den Einzug ins Viertelfinale mit den Fans feierte, wurde erneut Pyrotechnik von Hertha-Fans gezündet.