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National

Choreo vor und Auseinandersetzungen nach dem Ostalb-Derby

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 07. Dezember 2014
Quelle: imago

Das Spiel zwischen dem 1.FC Heidenheim und dem VfR Aalen am Freitag wurde bereits im Vorfeld als Risikospiel eingestuft. Dementsprechend waren einige hundert Polizeibeamte und Sicherheitskräfte vor Ort. Dennoch kam es nach dem Spiel zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fangruppen.

Nach den Provokationen vor dem Derby war die Polizei auf potentielle Krawallmacher vorbereitet. Vor und während des Spiels blieb es Polizeiangaben zufolge allerdings vergleichsweise ruhig.

Die Heidenheimer Zeitung berichet, dass rund 300 bis 350 Mitglieder der Aalener Ultragruppe „Crew Eleven“ um 16.45Uhr mit dem Sonderzug in Heidenheim eingetroffen sind. Unter Polizeibegleitung wurde die Gruppe Richtung Stadion begleitet. Um Konfrontationen mit Heidenheim-Anhängern zu verhindern, wurden einige Straßen kurzzeitig abgeriegelt.

Erst nach dem 1:0-Sieg der Aalener kam es auf dem Rückweg der VfR-Fans zum Bahnhof zu Auseinandersetzungen mit Heidenheimern. Nach Angaben der Heidenheimer Zeitung sollen in kurzen Handgemängen einige Schals den Besitzer gewechselt haben.

Im Bahnhofsbereich sollen im Anschluss Heidenheimer Ultras versucht haben die Gästefans anzugreifen. Dabei sollen Steine und Pyrotechnik geworfen worden sein.

Insgesamt nahm die Polizei elf Personen fest, die nach Identitätsfeststellung wieder auf freien Fuß entlassen wurden.

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Im Folgenden der Presseberichte des zuständigen Polizeipräsidiums Ulm:

Im Anschluss an das Zweitligafußballspiel zwischen dem FC Heidenheim und dem VfR Aalen kam es im Stadtgebiet von Heidenheim zu mehreren Übergriffen von Ultras. Der Polizei gelang es, die Fans getrennt zu halten. Im Bahnhofsbereich versuchten Heidenheimer Ultras Aalener anzugreifen. Dabei wurden auch Polizeikräfte mit Steinen und Pyrotechnik beworfen und beleidigt. Ein Steinwurf im Stadionbereich aus den Reihen Aalener Ultras beschädigte ein Polizeifahrzeug. In der Innenstadt kam es darüber hinaus zu einzelnen Tätlichkeiten, wobei ein junger Mann vom Rettungsdienst ins Klinikum gebracht werden musste. Da er eine Behandlung ablehnte, wurde er entlassen. Zwei weitere Personen trugen leichte Verletzungen davon. Die Polizei nahm insgesamt elf Personen fest, die nach Identitätsfeststellung wieder auf freien Fuß entlassen wurden.

 

Choreo der Heidenheim-Fans zum Einlauf der Mannschaften

Vor Spielbeginn gab es eine sehenswerte Choreo der Heidenheim-Anhänger zu bestaunen. Zunächst wurde ein Banner mit der Aufschrift „Vor zwei Jahren versank die Ostalb in farbloser Tristesse“ präsentiert. Dazu verschwanden die Fans auf der Tribüne unter schwarzer Folie. Anschließend hüllte sich die Tribüne in die Vereinsfarben des 1.FC Heidenheim und ein großes Abbild eines Königs wurde im Zentrum der Tribüne hochgezogen. Dazu wurde das Spruchband mit der Aufschrift „Doch der König kehrt zurück auf seinen angestammten Platz“ hochgehalten.

Auf der gegenüberliegenden Seite gab es während des Spiels eine Pyroaktion der mitgereisten Aalen-Fans.

Videos der Choreo und der Pyroaktion seht ihr hier:

st