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National

Choreo-Verbot für Freiburg-Fans

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 18. August 2017
Quelle: imago

Seit einigen Jahren starten die Fans auf der Nordtribüne des SC Freiburg regelmäßig mit einer größeren Choreografie in die neue Saison. In dieser Saison wird das anders sein. Die Ursache dafür sehen die Ultras bei DFB und DFL. 

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Wie die Gruppe Corillo auf ihrer Website mitteilt, hat der SC Freiburg für die kommenden Heimspiele ein Verbot von Choreografien, Fahnen und sämtlichen Fanaktionen ausgesprochen. Als Grund hierfür sollen die Verantwortlichen eine unangemeldete Choreo bei der zweiten Mannschaft sowie den Einsatz von Rauch bei der Choreografie zum Heimspiel gegen Ingolstadt genannt haben.

Die wahren Hintergründe der Maßnahmen sehen die Ultras hingegen bei DFB und DFL. „Diese setzen die Vereine unter immer stärkeren Druck, selbst die geringsten Verstöße gegen die Richtlinien der Verbände mit Sanktionen gegen die eigenen Fans zu belegen“, erklärt die Gruppe. „Bleiben diese aus, werden die von der Sportgerichtsbarkeit verhängten Strafen gegen die Vereine umso höher. Ziel ist es, eine Spaltung zwischen Fans und Vereinen herbeizuführen. Insbesondere Fangruppen, die sich kritisch zu der seit Jahren fortschreitenden negativen Entwicklung des Fußballs äußern sollen mundtot gemacht werden.“

Vor diesem Hintergrund könne man die aktuelle Ankündigung von DFB-Präsident Grindel, auf Kollektivstrafen zu verzichten und mehr Dialog einzufordern, „nicht ernst nehmen.“ Die Ultras rufen daher für das Spiel gegen Frankfurt am Sonntag nicht nur zu lautstarker Unterstützung der Mannschaft, sondern auch zu Protesten gegen die Verbände auf. Vom eigenen Verein fordert die Gruppe hingegen, „sich zu positiven Fanaktionen zu bekennen und gegenüber DFB und DFL dafür einzusetzen, die Eskalationsspirale durch überzogene Strafmaßnahmen nicht weiter anzudrehen.“