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National

Choreo, Pyro und ein fragwürdiges Spruchband

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 14. Mai 2015
Quelle: imago

Rot-Weiss Essen gegen Rot-Weiß Oberhausen. Allein die Namen der Mannschaften im Finale des Niederrheinpokals dürften für Fußballromantiker wie Musik in den Ohren klingen. Dazu noch bestes Vatertags-Wetter. Und auch auf den Rängen wurde einiges geboten. 

Am Ende setzten sich die Essener mit 6:5 im Elfmeterschießen gegen Oberhausen durch und gewannen somit nicht nur den Niederrheinpokal sondern qualifizierten sich auch für den DFB-Pokal. Spannend war es also, fußballerisch hatten die 18.500 Zuschauer an der Hafenstraße zuvor jedoch eher 120 Minuten torlose Magerkost geboten bekommen. Deutlich mehr gab es da auf den Rängen zu sehen. So zeigten die zeigten die Gästefans aus Oberhausen zum Einlaufen der Mannschaften unter dem Motto „Die Macht vom Niederrhein“ eine Choreographie in den Vereinsfarben inklusive Blockfahne.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zündeten einige Oberhausener Ultras dann Pyrotechnik im Gästeblock.

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Das Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine sorgte deutschlandweit für Interesse. Zwischenzeitlich war der Hashtag #RWERWO die Nummer Eins der deutschen Twitter-Trends.

Auch aus Sicht der Polizei verlief das Pokalfinale bisher entspannt, aktuell gibt es keine Berichte von Auseinandersetzungen. Für negatives Aufsehen sorgten hingegen einige Essener Fans, die während des Spiels ein Spruchband zeigten, auf dem sie sich mit der rechten Hooligan-Gruppe „Nordsturm Hansestadt Bremen“ solidarisierten.

In der Essener Westkurve wurde grade eben im Pokalfinale des Niederrheinpokals zwischen Rot Weiss Essen und Rot Weiß…

Posted by Ultrapeinlich on Donnerstag, 14. Mai 2015

Darüber hinaus berichtet die Essener Polizei von einem tragischen Zwischenfall: Offenbar ist ein RWE-Fan beim Jubeln von einem Zaun gestürzt und wurde anschließend mit Verletzungen per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Wie die WAZ berichtet, mussten Rettungssanitäter den Verletzten zwischen Rahn- und Westtribüne wiederbeleben.

Nicht so clever stellte sich derweil offenbar ein Schalke-Fan am Essener Hauptbahnhof an. Im angetrunkenen Zustand sprach dieser einige Bundespolizisten an und fragte: „Habt ihr am Vatertag nichts zu tun und steht hier rum?“ Bei der anschließenden Überprüfung des Mannes stellten die Beamten fest, dass gegen diesen gleich drei Haftbefehle wegen Eigentumsdelikten vorlagen. Also ging es für den Schalker vom Hauptbahnhof direkt in die JVA Essen, wo er voraussichtlich die nächsten 17 Monate verbringen muss.