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National

Chinesische U20 unterbricht Regionalligsspiel wegen Tibet-Fahnen

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 19. November 2017
Quelle: imago

Beim ersten Testspiel der chinesischen U20 gegen Schott Mainz gab es eine Spielunterbrechung, weil die chinesische Mannschaft geschlossen das Feld verließ. Sie fühlten sich von mehreren Tibet-Fahnen provoziert.

Wie der SWR berichtet, hatte eine Gruppe von sechs Männern und Frauen mehrere Tibet-Fahnen enthüllt, um damit auf die Menschenrechtslage in dem von China annektierten Tibet aufmerksam zu machen. Nach eigenen Angaben handelte es sich dabei um tibetische Flüchtlinge und Vertreter der „Tibet Initiative Deutschland“. Sie kritisierten das scheinheilige Bild einer weltoffenen Nation im Sport, während China in Wirklichkeit ein Regime mit vielfachen Menschenrechtsverletzungen sei. Daraufhin weigerte sich die chinesische Nationalmannschaft weiterzuspielen. Erst nachdem die Fahnen eingepackt wurden, konnte das Spiel nach einer etwa 15 minütigen Pause fortgesetzt werden.

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DFB-Vertreter, die als Beobachter vor Ort waren und Gastgeber der TSV Schott sahen keinen Grund zum Einschreiten und verwiesen lediglich darauf, dass tibetische Flaggen in Deutschland nicht verboten seien. DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann appelliert an die Offiziellen der chinesischen Mannschaft sich in Zukunft anders zu verhalten. Nach dem Spiel sagte er: „Wir werden das Gespräch mit der chinesischen Delegation suchen. Wir leben in Deutschland, da gelten bestimmte Gesetze, und dazu gehört die Meinungsfreiheit.“