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China-Debakel: DFB zahlt Entschädigung an Vereine

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 30. Januar 2018
Quelle: imago

Die geplanten Freundschaftsspiele der Vereine der Regionalliga Südwest gegen die chinesische U20-Nationalmannschaft wurden für den DB zu einem ziemlichen Debakel: Nach Protesten bei der ersten Partie in Mainz einigten sich die Verbände darauf, die Spiele nicht fortzusetzen. Dennoch erhalten die Vereine nun eine Entschädigung vom DFB. 

„Durch die Absage der Freundschaftsspiel-Serie sind auch die damit verbundenen ursprünglichen finanziellen Vereinbarungen hinfällig geworden. Wir haben uns daher dazu entschlossen, mit diesem Angebot auf die Klubs zuzugehen, um uns am unternehmerischen Risiko der Vereine zu beteiligen. Dieses Angebot ist von den Klubs sehr positiv aufgenommen worden“, sagte Ronny Zimmermann, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Regionalliga Südwest.

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Fünf Vereine nehmen die Kompensationszahlung nicht für sich selbst in Anspruch. Die U 23 des 1. FSV Mainz 05 lässt den Betrag anderen Amateurvereinen aus der Region zukommen. Die Zweiten Mannschaften des VfB Stuttgart, SC Freiburg und der TSG Hoffenheim sowie der FC-Astoria Walldorf verständigten sich darauf, dass sie die insgesamt 20.000 Euro freiwillig den anderen zehn am Projekt beteiligten Klubs zur Verfügung stellen, so dass sich deren Einnahme um 2000 Euro auf 7000 Euro erhöht. „Das ist eine starke Geste, das ist ein Zeichen der Solidarität“, so Ronny Zimmermann.

Ursprünglich hatten 16 Vereine der Regionalliga Südwest zugesagt, an der Freundschaftsspiel-Serie teilzunehmen. Lediglich der TSV Schott Mainz richtete seine Partie gegen die chinesische U 20-Nationalmannschaft am 18. November aus und erhält dafür das vertraglich vereinbarte Honorar in Höhe von 15.000 Euro und einen Zuschuss für organisatorischen Mehraufwand.

Die geplanten Spiele waren bei zahlreichen Fans auf Unverständnis gestoßen und hatten für viele Proteste gesorgt.