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National

BVB: Geldstrafe und leere Südtribüne auf Bewährung

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 21. März 2014
Quelle: imago

Borussia Dortmund ist für das Fehlverhalten einiger Anhänger vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu einer Geldstrafe und einem Teilausschluss der Zuschauer auf Bewährung verurteilt worden.

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Die Geldstrafe beläuft sich auf 30.000 Euro, darüber hinaus muss der Verein im Hinblick auf das Revierderby gegen den FC Schalke 04 am kommenden Dienstag noch einmal den gleichen Betrag in Projekte und Maßnahmen zur Gewaltprävention investieren. Sollte sich in den nächsten sieben Monaten ein schwerwiegender Wiederholungsfall ereignen, greift auch die momentan zur Bewährung ausgesetzte Strafe des teilweisen Zuschauerausschlusses: Borussia Dortmund müsste dann ein Meisterschaftsheimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen und dabei sämtliche Stehplatzbereiche seiner Anhänger auf der Südtribüne schließen. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

Grund für die Strafe sind vor allem die Vorfälle beim Revierderby am 26. Oktober 2013, als unter anderem Feuerwerkskörper aus dem Gästeblock auf das Spielfeld und in angrenzende Schalker Zuschauerblöcke geworfen wurden. Darüber hinaus waren beim Bundesliga-Heimspiel der Dortmunder gegen Bayern München am 23. November 2013 Gegenstände aus dem BVB-Zuschauerbereich in den Münchner Strafraum geworfen worden. Zudem hatte vor Beginn des Bundesliga-Auswärtsspiels beim Hamburger SV am 22. Februar 2014 ein Dortmunder Zuschauer während der Schweigeminute für den verstorbenen ehemaligen HSV-Masseur Hermann Rieger eine rechtsradikale Äußerung gerufen.